Fux ſſpringt auf). Der Hausgeiſt in höchſteigner Perſon—
Das iſt wahrhaftig rieſig int'reſſant! Dos is— waas Gott— en boſſiger Patron!
Hausgeiſt. Laßt heute mich in ſchlichten Jamben nur
Glückwünſche bringen Euch zu Eurer Feier
Und ein paar Gaben Euch zu Nutz und Fromm'! (Nimmt aus ſeiner Coga verſchiedene Gegenſtände heraus)
Euch Füxen ſtift' ich zu den ſchon vorhand’nen
Etliche Kaſſen mehr, um den Philiſtern,
So oft ſie künftig Euer Haus betreten,
Zu reichen ſie mit gabengier'ger Hand
Es mangelt Euch an ſolchen Inſtrumenten,
Drum nehmt ſie hin, braucht ſie mit rechtem Sifer—
An Sweck und Namen wirds für keine fehlen! (Reicht dem Fux 4—5 Cigarrenkiſtchen mit Geldeinwurfſpalte)
Euch Burſchen, ſonderlich den X-beſternten,
Reich ich dies Buch, es iſt voll weißer Blätter:
Anſchläge ſollt Ihr treulich drin notieren,
Die mälig ſo bei des Semeſters Lauf
In-Euren Köpfen ruhlos ſich erzeugten.
Was Alles Ihr erſinnt, das zur Verſchönerung
Des Hauſes dient— was praktiſch und was lieblich
Euch dünkt und dennoch keine Gnade findet
Bei der Philiſter dürftigem Verſtändnis——
Was All Ihr plant, um vor den Bürgern Gießens
Im rechten Glanz zu zeigen Euren Bund
Durch Damenkränze, Chaiſen-, Waldpartieen,
Und was noch ſonſt in blaſſe Angſt und Schrecken
Den ſeufzerſchweren Kaſſendax verſenkt:
Tragt Alles— Alles ſorglich in dies Buch!
Da ruht es ungefährlich und doch fruchtbar—
Vielleicht zu Tat und Leben zu erwachen,
Wenn einſt die Heit erſcheint!—(Gibt dem Red. das Buch)
Euch Allen aber
Dir, Wingolf, der in dieſen Mauern wohnt,
Dir weih ich dieſen Becher— dieſe Leyer
Und dieſen Kranz aus deutſchem Eichenlaub!
(Stellt Becher und Leyer auf den Tiſch und hält den Kranz, vom Haupte genommen, vor ſich hin, ſpäter ihn dem Phil. reichend)


