Red.
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Was gilt's, mein Lieber, helf' ich dir Ein wenig auf die dichteriſchen Beine d
Ich nehm' ihn ſanft und zart an Traumes Hand Und führ' ihn hin auf liebliche Gefilde,
Und was er träumend dort an Bildern fand, Das wird ihm ſelber zum poet'ſchen Bilde.
(Berührt den Schläfer mit der Feder, der hebt den Kopf und ſieht
ihn verwundert und ärgerlich an.
Wie, ſeh' ich recht— ein Fremder hier 5
Ich hab' doch Niemand kommen hören.
Muß läſtiger Beſuch mich wieder ſtören d
Zum AKuckuck, das verbitt' ich mir.
Wer ſeid ihr, Herr, und wie kamt ihr herein— So fremd und ſeltſam an Geſicht und Kleidung d
Der Geiſt bin ich von dieſer Zeitung,
Die heute dir, mein Sohn, ſchafft ſchwere Pein. Wie ich ſo Manchen vor dir ſchon erleuchtet, Zo bin ich dir auch helfend gerne nah
Bei jedem Schluck, der je die Kehle feuchtet, Ich heiße Hans, wenn ich Euch jemals ſah! Auf Cerevis, Ihr ſeid mir gänzlich unbekannt!
Still, Freund, nicht vorſchnell ſollſt du dich verhauen! Konnt'ſt du bisher mein Angeſicht nicht ſchauen, Zo haſt du doch mein Wirken oft erkannt,
Wie manchmal haſt du ſuchend wohl geblättert In alten Bänden, ſchwarz⸗weiß gold geziert— Und haſt mit Liebe konſtatiert,
Wie viele vor dir ſchon den Pegaſus erklettert. Den Pegaſus— nicht das vulgäre Pferd,
Das jeder Goethe, jeder Schiller reitet—
Nein, meinen Gaul— von ganz beſondrem Wert, Der auf der alma mater Fluren weidet—
Den Knödel⸗Pegaſus, der ſchon ſeit alten Tagen Manch flotten Studio, ſo wie dich und viele,
Zu Scherz und luſtigem Gedankenſpiele
Geit
Beſch


