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Im Café Ebel ſah am Billard— ganz wie einſt—
Den Zeck vom„Wieſe“⸗Strand ich, und vom „Felda“⸗Grunde
Den Sauſſer, in Aunſtſtöße beide tief vertieft;
Von Reichelsheim der Fiſcher, unſer alter Jockel,
Sah zu und gab mit jener feinen Ironie,
Die ihn ſo reizend kleidet, ſeines Witzes Senf
Zu jedem Stoß, und traf oft beſſer, als die Spieler ſelbſt!—
Von Frankfurt füllten wir ein ganzes Zugabteil:
Vor allem die aus Darmſtadt und Umgebung
Sah zahlreich ich. Da war der Gottfried Weimar
Webſt ſeinem Bruder, dem von Nieder⸗Ramſtadt—
Die beiden Kolbe, unſer Fips, der Schneider,
Dein altberühmter Knödelvorfahr, Redax,
Und ſelber manchen Knödels unſchuldvoll Objekt—
Die Waitze auch, der vielgewandte Shrenwaitz
Und auch ſein Sohn, der werte Hans— des Wingolfsbundes
Hiſtoriograf, und allenthalben wohlberühmt.
Von Pfungſtadt fuhr der lange Baruch Röm⸗ held mit—
Er ſann darüber nach, ob nicht vielleicht er
In dieſen Tagen eine Conferenz hier gründen ſoll,
Gleichviel, von welcher Art!— Von Umſtadt auch der Loos ſaß bei uns,
Er war bei Laune— flehend fragt' den Schaffner er,
Ob ſicher auch der Zug nach Rom nicht führe,
Er wolle„Los von Rom“, wie ſchon ſein Name ſage—
Und ſeine ſtolze Naſe glühte ſanft ob ſolchem
4 Scherz.— Auch heyl, den„Daniel“, ſah ich— mit ihm Sugen Schrimpf, ſein Leidgenoß, Weil beiden für den Satzbau des Gefühles das Objekt noch fehlt, Den dicken Unodt fand ſpäter vor der Aula ich Mitſamt den Dreien, die in ſchwerer Zeit


