[(Uneipzeitungsredakteur(Red.) und ein jüngerer Philiſter
Phil.
Erſter
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(Phil.) treten ein.]
Sieh da— der Tauſend! Iſt es hier ſchon fein!
Das wird ein Leben werden heute Abend—
Ich freu' mich wie ein Kind auf's Wiederſehn
Mit ſo viel alt und jungen Freunden!— Jungens, [Sieht in den Kneipſaal]
Das habt Ihr wirklich prächtig hergerichtet,
Da kommt ſo ganz von ſelbſt die rechte Stimmung,
Das fünfzigjähr'ge Jubelfeſtgefühl!
Ich glaub', heut' Abend ſchon wird's rieſig voll—
Es wimmelt in der Stadt bereits von Gäſten.
Fux. Ei freilich, ganz beſonders zahlreich ſind Schon liebe Brüder da; von allen Seiten
Hat ſie die Bahn uns zugeführt. Aus Marburg Und Darmſtadt ſind ſie Alle faſt gekommen, Doch auch von weiter her ſah ich ſchon Viele.
Daß der Empfang am Bahnhof nur recht pünktlich Verſehn wird! Sind genügend Leute dort d
,
Zweiter Fux.'s iſt Alles ganz genau verteilt. Ein Jeder
Weiß ſeinen Platz und ſeine Zeit. Wir löſen Uns poſtenweiſe ab, gleich kommen wir dran.
Wie ſteht's mit den Philiſtern d hat's ſchon viele d Wir rechnen heut auf ein beſetztes Haus.
Seid unbeſorgt! Wenn's nur nicht zu beſetzt wird, So gut beſetzt, daß ſchließlich keiner ſitzt! Philiſter willſt du ſehn d Na, Knödelredax,
Dir kann geholfen werden, Mann! Ich ſag' dir, Philiſterwolken wälzen ſich heran.
Am Seltersberg gab's vorhin ein Gedränge— Was war's d Philiſter nur, die ſchwere Menge! Und was für welche d Schaut die Kerls Euch an!


