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Dagegen muß ich zugeben, daß ich erſt heute durch eine ſozialdemokratiſche Zeitung, das„Offenbacher Abendblatt“, das mir unter Kreuzband zugeſchickt worden iſt, entdeckt habe, daß Herr Profeſſor Dr. Oncken ſelbſt ſich zur phyſiokratiſchen Lehre und als Schüler von Quesnay bekennt. Nach der ge— nannten Quelle hat Herr Profeſſor Oncken in einer von Ruh⸗ land herausgegebenen periodiſchen Monatsſchrift 1901 eine Broſchüre veröffentlicht unter dem Titel:„Was ſagt die Nationalökonomie als Wiſſenſchaft über die Bedeutung hoher und niedriger Getreidepreiſe?“ Ich konnte mir dieſe Schrift im Augenblick nicht verſchaffen. Das„Offenbacher Abendblatt“ zitiert aus ihr folgenden Paſſus:„Hätte Marx dieſen Um— ſchwung(das angebliche Aufgeben der„Veredelungstheorie“) mitgemacht, ſo würde er durch die Konſequenz ſeiner Gedanken⸗ führung dahin gekommen ſein, die Schutzzölle im allgemeinen und die Getreidezölle im beſonderen zu verteidigen“(S. 79). Ich habe keinen Grund anzunehmen, daß dieſes Zitat un— zuverläſſig ſei. Auch ſonſt ſtimmt das Organ des Herrn Abgeordneten Ulrich mit Herrn Profeſſor Ruhland darin überein, daß Herr Profeſſor Oncken grundſätzlich die phyſio⸗ kratiſchen Anſchauungen Ruhlands teile. Wie geſagt, war mir das entgangen und ich muß infolgedeſſen nachträglich meine Behauptung, daß es außer Herrn Profeſſor Ruhland in der Kulturwelt keinen nationalökonomiſchen Gelehrten gäbe, der noch Phyſiokrat ſei, entſprechend abſchwächen. Ruhland behauptet, daß er noch andere Autoren der Art kenne. Ich kann die Richtigkeit dieſer Auffaſſung nicht unterſuchen; denn Ruhland macht ſeine weiteren Eideshelfer nicht namhaft. Ich kenne ſie jedenfalls nicht, was wohl entſchuldbar iſt.
Im höchſten Grade erſtaunlich iſt es dagegen, daß man die phyſiokratiſche Lehre, die 150 Jahre alt iſt, und über die rieſenhafte wirtſchaftliche und ſoziale Umwälzungen, ja Revo⸗ lutionen, hinweggegangen ſind, als diejenige bezeichnet, welche unſerm Fach einen„friſchen Geiſt“ und eine neue, dem„Be— dürfniſſe des Lebens beſſer angepaßte“ Richtung auf den Lehr⸗ ſtühlen bringen ſoll. Verſtehe das, wer's kann!


