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die ich nicht geſucht habe, die mir vielmehr in übermütigſter Weiſe aufgedrängt worden ſind, ziehen.
Ich beſchränke mich für heute auf einige wenige Feſt⸗ ſtellungen, laſſe alſo alles Andere, was ebenfalls in hohem Grade lehrreich wäre, aber nicht unmittelbar zur Sache ge⸗ hört, weg.—
Folgende Punkte, glaube ich, verdienen in meiner Replik beſonders hervorgehoben zu werden.
Wer den Ruhland'ſchen Aufſatz mit Aufmerkſamkeit lieſt und ſich der Mühe unterzieht, ſeinen Inhalt und ſeine For— mulierung mit dem Antrag des Herrn Abgeordneten Köhler⸗ Langsdorf, der als Druckſache Nr. 74 der Zweiten heſſiſchen Kammer vorliegt und das heſſiſche Parlament vorausſichtlich in der nächſten Woche beſchäftigen wird, genauer zu vergleichen, bei dem kann kaum noch ein Zweifel darüber obwalten, daß nicht Herr Köhler⸗-Langsdorf, ſondern Herr Profeſſor Dr. Ruh⸗ land den Antrag Köhler⸗Langsdorf veranlaßt oder mindeſtens inſpiriert hat. Herr Köhler hat nur ſeinen gewichtigen Namen dazu hergegeben und außerdem noch eine Anzahl von Verball⸗ hornungen angebracht, der eigentliche spiritus rector der ganzen widerlichen Reklame iſt Herr Profeſſor Dr. Ruhland ſelbſt. Wahrſcheinlich werden beide Herren den traurigen Mut haben, dies nachträglich abzuſtreiten. Es wird vorausſichtlich wieder eine der bekannten„Berichtigungen“ auf Grund des Allerwelts— paragraphen elf des Preßgeſetzes eingeſandt werden. Darauf bin ich gefaßt. Ich bemerke aber ſchon jetzt, daß keine Berichtigung der Welt mich von meiner feſten und heiligen Üüberzeugung ab⸗ bringen wird, daß wir es mit einer Firma Ruhland, Köhler— Langsdorf& Co., Geſellſchaft mit beſchränkter Haftung für akademiſche Stellenvermittelung, zu tun haben, die mit dem lehrſtuhllüſternen Muſternationalökonomen Ruhland in der antiſemitiſchen Preſſe und in der Zweiten Kammer der Land⸗ ſtände in aufdringlichſter Weiſe hauſieren geht.
Dieſer Vorgang iſt ungemein charakteriſtiſch. Unter dem Vorwande, für die Parität wiſſenſchaftlicher Richtungen an


