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Ruhland, Köhler-Langsdorf & Co. : eine Streitschrift / von Dr. jur. et phil. Magnus Biermer, ordentlichem Professor der Staatswissenschaften an der Universität Gießen
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austragen muß, kämpfe ich nicht nur für meine Perſon und die heſſiſche Landesuniverſität, ſondern für die altbewährten Grundlagen des deutſchen Univerſitätsweſens überhaupt. Ob das anerkannt wird, kann mir gleichgültig ſein. Das nächſte Ziel muß m. Er. ſein, zu verhindern, daß ähnliche Vorſtöße, wie ihn ſich Herr Köhler-Langsdorf jetzt erlaubte, ſich ſobald nicht wiederholen. Außerdem kommt es darauf an, einen wiſſenſchaftlichen Geſchäftsmann, wie es Herr Profeſſor Ruh⸗ land unzweifelhaft iſt, und als welchen ihn die Fachwelt längſt erkannt hat, endlich mit gebührender Rückſichtsloſigkeit des unlauteren Wettbewerbs zu überführen. Hoffentlich wird mir das gelingen. Sollte als Schlußakt noch eine gerichtliche Beleidigungsklage kommen, ſo ſehe ich auch dem mit Gleichmut entgegen. Man kann unter Umſtänden auch ſolche unliebſame Skandale im Intereſſe einer guten Sache nicht ganz vermeiden. Manchmal ſind ſie vielmehr das einzige Mittel, um volle Klarheit und Wahrheit zu ſchaffen.

Gießen, den 7. Februar 1903.

Biermer.