Druckschrift 
Actenmäßige Darstellung der im Großherzogthume Hessen in den Jahren 1832 bis 1835 stattgehabten hochverrätherischen und sonstigen damit in Verbindung stehenden verbrecherischen Unternehmungen / [herausgegeben von Schäffer, Hofgerichts-Rath.]
Entstehung
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Iweiter Abſchnitt.

Das revolutionaire Treiben nach dem Frankfurter Attentate bis zum Jahr 1835.

Obogleich dieſer revolutionäre Verſuch völlig mißglückt war, ſo hatten doch die Feinde der öffentlichen Ruhe und Ordnung noch immer nicht die Hoffnung aufgegeben, ihre Pläne zu einer anderen Zeit zu verwirklichen. Man ließ es ſich jetzt vorzugs weiſe angelegen ſeyn, das Volk durch aufregende Schriften für eine Revolution erſt gehörig vorzubereiten, die Ueberzeugung von der Nothwendigkeit einer ſolchen recht lebendig zu machen und auf dieſe Weiſe für den Fall einer Wiederholung jenes Verſuches des gewünſchten Erfolges möglichſt ſich zu verſichern. In der Art ſoll ſich namentlich Dr. Weidig, allen Ermit⸗ telungen nach der Leiter oder doch eine Hauptſtütze auch dieſer ſpäteren Umtriebe, gegen den vormaligen Gehülfen in der Drapp'ſchen Apotheke, E. Fröhlich von Ellwangen, welcher ebenfalls ein Anhänger jenes Mannes war und denſelben öfter zu ſehen und über dergleichen Gegenſtände ſprechen zu hören Gelegenheit hatte, geäußert haben. Unter Anderem ſagt näm⸗ lich Fröhlich in dieſer Hinſicht von Weidig:

Namentlich behauptete er auch, daß, wenn ja ein entſcheidender Schlag geſchehen ſollte, dieſe Leute(das Land⸗ volk) die geeignetſte Maſſe wären, um den Sachen den ge⸗ hörigen Nachdruck zu geben, und dieſes Volk müſſe man immer und immer belehren, in welchem Zuſtande es lebe und in welchem es leben könnte, um es auf ſolche Weiſe geneigt zu machen, gegen ſeine Regierungen aufzuſtehen.*)

*) Bemerkenswerth iſt, was Fröhlich noch hinzufügt:Er(Wei⸗ dig) ſagte übrigens öfter, er ſey vor der Hand durchaus nicht dafür, in Deutſchland ein republikaniſches Princip einzuführen,