Druckschrift 
Actenmäßige Darstellung der im Großherzogthume Hessen in den Jahren 1832 bis 1835 stattgehabten hochverrätherischen und sonstigen damit in Verbindung stehenden verbrecherischen Unternehmungen / [herausgegeben von Schäffer, Hofgerichts-Rath.]
Entstehung
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Anzuge eines Kaufmanns glücklich zum Thore hinaus gebracht worden ſey.

Auf ähnliche Weiſe will auch Schüler ſeine Flucht be werkſtelligt haben.

Während dieſer Vorfälle an den Wachen wurde fortwäh⸗ rend, Anfangs von mehren Aufrührern ſelbſt, dann aber von der unter lebensgefährlichen Drohungen hierzu genöthigten Thür⸗ mers⸗Frau, die Sturmglocke auf dem Thurme der Domkirche geläutet.

Gleichzeitig hatte ſich in der Nähe von Bonames ein Trupp von 40 bis 60 Menſchen verſammelt, welche hier mit Waffen verſehen wurden und, unter Anführung mehrer Perſonen, eine Trommel und eine Fahne bei ſich führend, zuerſt einen Angriff auf die churheſſiſche Zollſtätte Preungeshain machten, die Fen⸗ ſtern des Zollgebäudes zerſchlugen, die Papiere des Zoll⸗Erhe⸗ bers vernichteten, ſodann nach Frankfurt zu zogen; bald aber, nachdem ſie von dem Mißlingen des Revolutions⸗Verſuches Kenntniß erlangt hatten, den Rückweg nach Bonames wieder einſchlugen und hier auseinander gingen.

Der Kampf in Frankfurt war zwar von kurzer Dauer,

aber doch blutig genug. Es wurden nämlich an der Haupt⸗ wache zwei an der Conſtabler⸗Wache, wo das Militär bei

dem Vorrücken beſonders lebhaften Widerſtand fand, ſieben Perſonen theils getödtet, theils ſo ſchwer verwundet, daß ſie bald darauf an ihren Wunden ſtarben. Außerdem ſind an der Hauptwache zwölf und an der Conſtabler⸗Wache ebenfalls zwölf Perſonen verwundet, jedoch wieder geheilt worden. Unter den Getödteten ꝛc. befinden ſich ſechs Soldaten, zwei Aufruͤhrer und ein Unbetheiligter; unter den Verwun⸗ deten vierzehen Soldaten, zwei Aufrührer und acht Unbe⸗ theiligte.

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