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Actenmäßige Darstellung der im Großherzogthume Hessen in den Jahren 1832 bis 1835 stattgehabten hochverrätherischen und sonstigen damit in Verbindung stehenden verbrecherischen Unternehmungen / [herausgegeben von Schäffer, Hofgerichts-Rath.]
Entstehung
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Auch andere Betheiligte geben übrigens an, daß von be⸗ abſichtigter Conſtituirung einer proviſoriſchen Regierung die Rede geweſen ſey.

In der letzten Zeit vor Ausbruch der Revolution zu Frank⸗ furt wurden die gegenſeitigen Berührungen der Verbündeten in der Provinz Oberheſſen immer häufiger, der unmittelbare Ver⸗ kehr unter ihnen ſelbſt ſowohl, wie mit den Frankfurter Leitern des Unternehmens, immer lebendiger.

Schon im December 1832 fand ſich Dr. Gärth in Mar⸗ burg ein, angeblich um die Bekanntſchaft des Profeſſors Jor⸗ dan zu machen, und kam damals auch mit dem vormaligen Apotheker Döring, welcher für einen der thätigſten und eif⸗ rigſten Beförderer des Revolutions⸗Projectes in Churheſſen, we⸗ nigſtens in Marburg und der Umgegend, galt und mit Wei⸗ dig in Verbindung ſtand, bei dem übrigens Profeſſor Jordan auf Miethe wohnte, zuſammen. Etwas ſpäter traf auch Buch⸗ händler Frankh, wie ſchon erwähnt, in Marburg ein und kam mit Döring ebenfalls in Berührung. Im Februar 1833 fand ſich ſodann der Pole Scylling in Butzbach ein, wo er einige Zeit verweilte und jungen Leuten daſelbſt allgemeine Er⸗ öffnungen über das beabſichtigte Unternehmen machte, und be⸗ gab ſich hierauf nach Gießen, wo er ſich bei einem hier da⸗ mals ſtudirenden, wegen Theilnahme an dem revolutionären Treiben ſteckbrieflich verfolgten Polen, Alexander Lubanski, aufhielt, der ihn namentlich mit Candidat Schuͤler bekannt machte und, wie Gladbach verſichert, auch zu Oberforſtrath Hundeshagen und deſſen Sohne, damals Privatdocenten an der Univerſität, geführt haben ſoll. Noch ſpäter traf auch Fried⸗ rich Breidenſtein von Homburg, welcher ebenfalls einige Zeit in Butzbach ſich aufgehalten und, gleich Scylling, mit Wei⸗ dig verkehrt hatte, zu Gießen ein und ſetzte ſich hier mit den bei dieſer Sache betheiligten Individuen, insbeſondere dem Can didaten Schüler, in Benehmen. Um dieſelbe Zeit kamen die Doctoren Guſtav Bunſen und Köͤrner von Frankfurt, welche zu den Leitern des Unternehmens gehörten, nach Gießen, um