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Zahl der Neuimmatriculirten im Sommersemester übersteigt regelmässig die Zahl der im Wintersemester Immatriculirten.
Die Curven über den Besuch der Technischen Hochschule Darmstadt laufen erst seit 1868. Die graphische Darstellung dürfte eine Ergänzung der von Herrn Geh. Baurath Professor Berndt in 1897 im Ueberdruck vervielfältigten„Graphischen Darstellung der Frequenz an Studirenden und Hospitanten in den Wintersemestern 1869/70 bis 1896/97“ sein.
Die Ausschläge der einzelnen Fächer sind ziemlich gleich ge- richtet. In den Jahren 1876 und 1877 war ein Maximum, in den Jahren 1880 bis 1885 ein Minimum. In dem Jahr 1886 fanden ein- gehende Verhandlungen im Landtage statt, ob man die Technische Hochschule, das damalige Polytechnikum wegen zu geringen Be- suches aufheben sollte. Seit jener Zeit ist die Zahl der Besuchenden von 200 auf 1600, also durchschnittlich pro Jahr um etwa 100 ge- stiegen. Die ausserordentlich rapide Steigerung gerade in den letzten Jahren ist ein glänzender Beweis für den guten Ruf der Darmstädter Hochschule.
Die neuen Gebäude der Hochschule wurden zwischen dem 28. Februar 1893 und dem 28. Oktober 1895 errichtet. Es lässt sich diese Zeitperiode in den Curven deutlich erkennen.
Der Besuch der mathematisch-naturwissenschaft- lichen Schule ist in der Zeit von 1873 bis 1900 von 6 auf 36, also um das sechsfache gestiegen.
Die Bauschule fing 1869 mit 5 Studenten an, deren Zahl sich bis 1900 auf 132 gehoben hat.
Die electrotechnische Schule wurde erst im Jahr 1883 selbständig. Im Anfang nahmen etwa 27 Electrotechniker daran Theil. Bis Ende des Jahrhunderts ist die Summe bis 618 bezw. 605 gestiegen. In 17 Jahren würde also eine durchschnittliche jährliche Zunahme von 35 zu verzeichnen sein.
Die chemisch-technische Schule wurde von den Jahren 1869 bis 1882 für sich verzeichnet. Dann wurden die Pharmaceuten zur Technischen Hochschule zugelassen und getrennt von den Che- mikern aufgeführt. Während früher die Zahl 40 kaum erreicht wurde, ist sie jetzt auf 149 bezw. 143 gestiegen.
Die Maschinenbauschule entwickelte sich langsam bis zum Jahr 1884. Von da steigt der Besuch rapid von etwa 40 auf 415 bezw. 398.
Die Ingenieurschule ist die einzige, welche eine grössere Schwankung zeigt. Im Jahr 1877 hatte sich eine hohe Welle(75) gebildet, die im Jahre 1885(10) fast ganz verlief. Von da zeigt sich eine gleichmässig anhaltende Steigung bis zu 185 bezw. 182.
Die Curve der Gesammtfrequen entspricht in ihrem Ver- lauf ziemlich den Curven der einzelnen Schulen. Die Zahl der Hessen nimmt gleichmässig zu und ist bis 394 bezw. 378 gestiegen. Ange- hörige anderer deutschen Staaten sind mit über 800, also doppelt so viel, wie Hessen, vertreten, während fast ebenso viele Ausländer


