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hinwieder von ihm beſchützt zu werden, der edle Wettſtreit, eine ehrenvolle und hervorragende Stellung einzunehmen innerhalb dieſes Gemeinweſens,— Alles dies hat für das jugendliche Herz ungemein viel des Reizes und der Anziehungskraft, regt ſo viele edle und uneigennützige Seiten ſeines Weſens an, daß es als die herrlichſte Schule des werdenden Mannes und Staats⸗ bürgers betrachtet werden muß.“
Zwar artet das ſichere und feſte Auftreten nach Außen ſehr oft in hohle Renommiſterei, die Beobachtung des„honetten, ritterlichen Tones“, in Brutalität nach Unten und Geſchmeidigkeit nach Oben aus, aber wir müſſen doch unſerem Gegner in den obigen Worten Recht geben. Das Streben, aus Liebe zu dem Gemeinweſen dem Gedeihen deſſelben viel zu opfern, das Auf⸗ geben der Selbſtſucht iſt in der That ein ſittliches Bildungsmittel, und anſtatt, wie es unſer Gegner ſo gerne thut, auf das Mittel⸗ alter hinzuweiſen, möchten wir lieber dieſe ſtudentiſchen Ver⸗ bindungen als Nachklänge der antiken Freiſtaaten anſehen, welche ſo Großes, ſo Bewundernswürdiges geleiſtet haben. Aber der Verfaſſer kann doch nicht die Corps allein als ſittliche Bildungs⸗ mittel hinſtellen, er muß dies doch auch allen anderen Corpora⸗ tionen zugeſtehen.
Wir kommen jetzt zu den Eigenthümlichkeiten des Corps⸗ weſens, durch welche ſich dieſes von den anderen Corporationen unterſcheidet.
Unter die Aufgaben, welche die Corps ſich in dieſer Be⸗ ziehung geſtellt haben, gehört die Pflege des deutſchen Studen⸗ tenthums auf hiſtoriſcher Grundlage. Hierin und im Folgenden hat mein Gegner die Aufgabe der Corps am deutlichſten aus⸗ geſprochen.„Die Corps“, ſagt er,„wollen durch ihre ſtraffe Organiſation dem Ruine des Studententhums entgegenarbeiten“, und wir ſetzen zur Erläuterung hinzu, der Aufhebung der ſtuden⸗ tiſchen Privilegien und Licenzen, denn es iſt hier unpaſſend, von academiſcher Freiheit zu reden.
Es iſt ganz richtig, was mein Gegner ſagt; nur die Corps halten noch feſt an den„bunten, charactervollen Formen“ des


