288 Wanderungen durch die nähere Umgebung.
rich, Herzog von Bayern, und Giselbert, Graf von Luxem- burg, lehnten sich 1057 gegen Kaiser Heinrich IV. auf. Doch war Hermann von Gleiberg, Dietrichs Sohn, wieder Anhänger Kaiser Heinrichs IV. und entschied 15. Juni 1075 die Schlacht gegen die Sachsen an der Unstrut zu Gunsten des Kaisers. 1081 wurde GrafHermannvonGleibergund Salm, ein anderer als der vorige und Sohn Giselberts von Luxemburg als Gegenkönig(Pfaffenkönıg) gegen Hein- rich IV. erwählt, aber 1086 bei Limburg erschlagen. 1103 wurde die Burg Gleiberg von Heinrich V. erobert und zerstört, doch versöhnte sich Hermann von Gleiberg wieder mit dem Kaiser, gelangte wieder in den Besitz seiner Bif% und stellte sie wieder her.
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1110—1120 wurde die Grafschaft Gleiberg unter die Erben des Gleiberger Hauses geteilt; nur die östliche Hälfte und das mittlere Lahntal mit Hüttenberg verblieben bei Gleiberg. 1129 stiftete Clementia, Gräfin zu Gleiberg, auf dem Schiffen- berg ein Augustinerkloster. Ihre Vettern, die Grafen Otto und Wilhelm von Gleiberg teilten in der Mitte des 12. Jahr- hunderts ihre Grafschaft; Wilhelm erhielt die Wiesecker Mark und das 1130—50 neu zum Schutz von Schiffenberg entstandene Giessen mit Umgegend; Otto dagegen Vetzberg und die Lahnorte bis Dorlar und Garbenheim. Die Burg Glei- berg und das Land an der Lahn, sowie der Hüttenberg blieben gemeinschaftlich. 1186 kam die Grafschaft Gleiberg durch Erb- schaft an die Grafen von Merenberg(bei Weilburg).° Gießen eing 1219 an die Pfalzgrafen von Tübingen über und diesen folgte im Besitz Landgraf Heinrich I., das Kind, von Hessen, der auch 1265 die Verhältnisse in Bezug auf den Besitz von Gleiberg regeltee Hartrad III. von Merenberg erhielt die Burg, sowie den Wettenberg allein.
So blieben die Meerenberger Herren der Burg, sie er- reichte in dieser Zeit ihre höchste Blüte; doch starb 1328 mit Hartrad VII. der Mannsstamm aus. Durch Erbschaft infolge Heirat fiel die Herrschaft Gleiberg an den Grafen]Jo-


