er—
Wanderungen durch die nähere Umgebung. 287
Straße nach Krofdorf folgen!— bis zu dem steilen Abfall der Hardt, der früher mit Weinbergen bedeckt war, einen anfangs steilen Fußpfad aufwärts bis zum Hardthof. Hier auf der Höhe Aussichtstempelchen(Schutzhütte) mit prachtvoller Rundsicht auf Gießen und Umgebung bis zum Staufenberg, Frauenberg bei Marburg, Nordecken, Schiffenberg und bei klarem Wetter selbst bis Ulrichstein, dem hohen Vogelsberg und ander- | seits zum Taunus bis zum großen Feldberg. Der Feldweg(vor
dem Hardthof rechts halten) führt über ein tief eingeschnittenes Stick der Berlin-Metzer-Eisenbahn, durch welche Gießen um- | gangen wird. Am Fuß des Berges, ziemlich steil ansteigend, | Fußpfad bis zur alten Dorflinde und dann Fahrweg oder
Schlangenpfad aufwärts zum Burgtor. Sehr bequem ist die | Burg nach von der Haltestelle Krotdorf-Gleiberg der Biebertal- bahn aus zu erreichen. Von der Terrasse prachtvoller Blick auf das Lahntal, die Taunuskette und Teile des\Westerwaldes und Vogelsberges.. Noch umfassender ist der Rund- blick von dem alten Turme aus. Keine Burg in der weitesten Umgebung kann sich an Reichtum landschaft- licher Reize, an architekto- nischer und geschichtlicher Bedeutsamkeit mit unserem Gleiberg messen.
Gleiberg mit Burgruine g g
Die’ Gründung der Burg fällt wahrscheinlich in die Zeit von 905—917, wo Otto der Salier, Bruder König Konradsl., des Franken, Gaugraf des mittleren Teils des Lahngaues zwischen Weil und Salzböde war. 1000—1019 wird Graf Friedric h von Luxemberg(Lützelburg), Bruder der Kaiserin Kuni- geunde, Gemahlin Heinrichs II., des Heiligen, als Besitzer von Gleiberg(Glichberg, Glizberg) genannt. Es ist mit großer Wahrscheinlichkeit anzunehmen, daß die Kaiserin Kunigunde auf Gleiberg geboren wurde. Sein Sohn Fr jedrich von Gleiberg, Herzog von Lothringen, und sein Bruder Hein-


