Wanderungen durch die nähere Umgebung.
Bismarckturm Einige hundert Meter weiter, in nordwestlicher Richtung nach dem einsanı auf der Höhe liegenden Hardthof und dem dahinter emporragenden Gleiberg zu die von dem Lehrkörper und den Studierenden der Uni- versität errichtete Bismarck- säule.— An den Abhängen wächst Lactuca saligna.
Empfehlenswert ist es, die Hardt gegen Abend zu be- suchen, wenn die unter- gehende Sonne die Westseite der Stadt beleuchtet. Dann bietetdiesemitihrem dunkeln, waldigen Hintergrund(Schif- fenberg, Hochwart usw.) dem Auge ein gar anmutiges Bild. Nicht minder schön ist auch der Blick(auf die Stadt), wenn die Dunkelheit hereingebrochen ist, und die zahl- reichen elektrischen Lampen der ausgedehnten Bahnhofsanlagen aus dem Tal heraufleuchten.
Die Straße führt weiter nach dem Dorfe Heuchelheim(2400 E.), das seit den zwei großen Bränden von 1866 sich wesentlich. ver- schönert hat. Auch 1646 ist es vollständig eingeäschert worden. Nahebei die als idyllische Wirtschaft vielbesuchte Heuchelheimer Mühle.
Das preußische Dorf Kinzenbach liegt auf der Höhe über Heuchelheim(1/ St.) und ist Station der Berlin-Metzer-Bahn; ausgedehnter Ziegeleibetrieb.
Hinter Kinzenbach führen Feld-, dann Waldwege(3 St.) zum Himberg oder Himerskopf, einer dichtbewaldeten Bergspitze, dem Königstuhl(einem uralten Gerichtssitz mit Ringwall und Steinbänken; d. h. so war’s noch vor wenigen Jahrzehnten, jetzt ist durch einen Steinbruch all das verwüstet worden). Nahebei sind im Wald wohlerhaltene sogenannte Schweden- schanzen, die aber aus dem Jahre 1758 aus der Zeit stammen, wo die Verbündeten unter dem Herzog von Braunschweig alle Höhen rechts der Lahn besetzt hatten.
7. Gleiberg.
Der schöne Basaltkegel des Gleiberg(313 m) mit seiner Ruine und dem sich anschmiegenden Dörfchen ist für das Tal von Gießen eine Hauptzierde. Dazu mögen nur sehr wenige Burg- ruinen wie diese bis in das 10. Jahrhundert zurückreichen und trotzdem, daß lange Zeit so gut wie nichts für ihre Er- haltung geschah, noch so leidlich erhalten sein. Der Weg dahin (1 St.) führt jenseits der Lahnbrücke rechts, durch die Schützen- straße, dann links— nicht der neu angelegten schnurgeraden


