was endlich mehr ſagen will, als dieſes Alles: die Eigenſchaften, auf deren vollkommenſten Aus⸗ bildung Schiller's Größe beruht, ſind recht eigentlich Eigenſchaften des deutſchen Geiſtes. Wir dürfen darum in dieſen Schillerfeſten, die jetzt in mancherlei Geſtalten über das ganze Vaterland hin die Herzen erfüllen und bewegen, als die eigentliche Seele doch ein Beſinnen des deutſchen Volkes auf ſein eignes beſſeres Selbſt erkennen; wir dürfen in der Ueberzeugung, welche gerade durch die feſtliche Begeiſterung dieſer Dage in wahrhaft erhebender Weiſe beſtätigt wird, daß Schiller's Gedächtniß, daß Schiller's Geiſt in unſerem Volke noch lebt, einigen Troſt ſinden für das mancherlei Untröſtliche, was in unſerem Vaterlande noch allerwärts ſich finden mag, und zu⸗ gleich eine Bürgſchaft dafür, daß doch der innerſte Kern in unſerem Volke noch geſund iſt, und daß von dieſem geſunden Kern aus die ſchaffende Lebenskraft die abſterbenden oder in's Kraut wuchernden Beſtandtheile noch durchdringen und zu einem lebendigen und kräftigen Ganzen wieder vereinigen werde.
Wenn aber ſo das geſammte Vaterland von einem gehobenen Gefühle bewegt iſt, da werden die deutſchen Hochſchulen am wenigſten gleichgültig zurückbleiben, ſondern zeigen, daß ſie nicht ge⸗ ſonnen ſind, ihren hohen Beruf zu verſäumen, in dieſer Zeit die Einheit des deutſchen Geiſtes und des deutſchen Lebens am unmittelbarſten zu vertreten und zu pflegen. Zumal an einem Feſte, wie das heutige, wird die ernſte Wiſſenſchaft ſich gern zu der heiteren Schweſter geſellen, wenn dieſe mit leuchtenden Blicken den Kranz unverwelklicher Ehren auf dem Haupte ihres Lieblings erneut; ſie wird ſich erinnern, daß der Menſch nicht bloß durch das Morgenthor des Schönen in der Er⸗ kenntniß Land eindrang, ſondern daß auch die Schätze, die der Denker aufgehäufet, wieder beſtimmt ſind, zum Kunſtwerk geadelt, das Gepräge höchſter Vollendung zu empfangen. Die Lehrer und Leiter der Univerſitäten werden der friſchen akademiſchen Jugend die Begeiſterung für unſeren Dichter nicht allein überlaſſen, ſondern zeigen, daß das Feuer einer ſolchen Begeiſterung trotz der Stürme und der Kälte des wirklichen Lebens auch im Herzen des Mannes noch vorhält, daß ihre ſtille Glut auch das Herz des Greiſes noch erwärmt. Sie werden es ſich nicht nehmen laſſen, ſich mit der akademiſchen Jugend, die Fackel der Wiſſenſchaft in der Hand, unter die Fahne Schiller's zu ſtellen, damit auch durch dieſe Feier das Band, welches Lehrer und Lernende ver⸗ bindet, feſter geknüpft werde und wir unter jenem Feldzeichen zum Kampfe gegen Trägheit und Gemeinheit, gegen Feigheit und Unwahrheit, gegen Citelkeit und Selbſtſucht, zum Kampfe um die höchſten Güter des Lebens kräftig uns ſammeln. In dieſem Sinne hat die Alma Ludoviciana ihre Räume, welche vor zehn Jahren bei der Säcularfeier des Geburtstages von Göthe, zum erſten Male einem feſtlichen Zwecke dienten, auch dieſer Feſtverſammlung geöffnet, zugleich auch, um die Gelegenheit zu bieten, welche ſich bei unſeren örtlichen Verhältniſſen ſonſt nicht leicht findet, in ernſter Sammlung, wie ſie des Gegenſtandes unſeres Feſtes würdig iſt, ein eingehenderes Wort zu vernehmen, welches die Bedeutung des Tages zu deuten verſucht.
Wie ſehr nun derjenige, welcher durch das Vertrauefk des akademiſchen Senates berufen iſt, dieſes Wort jetzt zu reden, Ihre Nachſicht, verehrteſte Anweſende, in Anſpruch nehmen muß, zumal da der Gegenſtand, um welchen es ſich handelt, zwar keineswegs ſeinem lebendigſten Intereſſe, aber doch dem Kreiſe ſeiner beſonderen Fachwiſſenſchaft ferner liegt, wie lebhaft er die Männer zurück⸗
und an ihre wiſ darauf! braucht auf wel rechnen gerade weder ü keine S Vaterla nennt, die am auch we deſſen) iſt I und K daß er aus ei beſchrä was il Theil nicht b. weil ſie worden der Leh ſchöne prieß, von de vergaß und in der ei Götte durchd Gemü⸗ und de und ni theil e ſeine ſe


