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Separat⸗Abdruck aus der Frankfurter Zeitung.
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Jemand mit ſeinen ſozialen Verhältniſſen unzufrieden, ſein kann. Aehnlich iſt es mir mit der Goethephilologie er⸗ gangen. Seit meiner Oberſekundanerzeit ſchwärme ich für Goethe ſo heiß wie vielleicht wenige Sterbliche, aber unverſtänd⸗ lich iſt es mir ſtets geweſen, wie Jemand die ganze Kraft ſeines Lebens daran ſetzen kann, um herauszubringen, welche äußere Umſtände den Altmeiſter zu dieſem oder jenem ſeiner Gedichte veranlaßt haben, in welchen Verhältniſſen ſeine Vettern und Baſen lebten, ob ſein Vater ein Jahr früher oder ſpäter das Verſtändniß für die Eigenart ſeines Sohnes verloren hat und was derartige Fragen der„Wiſſenſchaft“ mehr ſein mögen. Und doch ich muß es geſtehen— zitterten meine Hände, als ich aus dem Regal unſerer Univerſitätsbibliothek die Diſſertation herausnahm, die im Jahre 1738 Johann Kaspar Goethe die Würde eines Doctor iuris utriusque 1 eintrug Ein⸗Fundwarnes gerade nicht, den ich in jenem
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nicht, wie
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urer ui origen aber gilt ver Satz: luridicd surt-
non leguntur heute gerade ſo gut wie im Mittelalter der ent⸗ ſprechende für die griechiſche Literatur.
Mit allem Möglichen


