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Bibliotheca Academica et Senkenbergiana : ein Beitrag zur Geschichte der Hochschule Gießen. / von Dr. O. Buchner
Entstehung
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och⸗ nicht ſeſta⸗ tdeckt ltend ihren ſtens onach für . be⸗

dieſe Stelle freiwillig nieder, um als reicher Privatmann ganz ſeinen Studien zu leben. Er ſtarb an den Blattern am 19. Oktober 1800.

Drei Wochen darauf wurde die Univerſität benachrichtigt, daß ſie von demſelben in ſeinem Teſtament mit einem ſehr anſehnlichen Vermächtniß bedacht worden ſei. Zugleich wurde das Teſtament zur Einſicht⸗ und Abſchriftnahme überſchickt.

Das Teſtament ſelbſt iſt in Frankfurt a. M., 22. Auguſt 1800, ausgeſtellt. Darm vermachte er ſeiner Frau das in den Ehepakten Feſtgeſetzte, ſeinem Bruder und deſſen Frau ſeine Ringe ſowie die Zimmereinrichtungen in der Familienſtiftung zu Frankfurt, ſeinen Dienſtleuten je 100 fl., dem Stadt⸗ und Burgkirchenkaſten zu Gießen je 100 fl; die Zinſen ſollen an ſeinem Todestage die beiden Prediger erhalten; dem Armen⸗ kaſten 1000 fl., die Zinſen ſind an ſeinem Todestage an eine arme Familie zu zahlen.

Meinen gelehrten Nachlaß ſamt dem Hauſe, worin er ſich befindet, und 10,000 Gulden vermache ich der löblichen Univerſität zu Gießen.

Ein beſonderes Blatt enthält genauere Beſtimmungen inbezug auf dieſen Theil des Teſtaments. Unter gelehrtem Nachlaß will der Teſtatoralles was von gedruckten oder geſchriebenen Büchern, Ausarbeitungen, Aufzeichnungen, Kollek⸗ taneen, alten Urkunden, auch alle Litteralien aller Art, die Familienbriefe ausgenommen, verſtanden haben, die ſich in ſeinem mitvermachten Hauſe vorfinden, ferner das geſammte Mobiliar an Schränken, Stühlen und Tiſchen und die Bilder in ſeinen Bibliothekzimmern, die Familienbilder ausgenommen. Nur das ſeines Vaters ſollzum Andenken, daß von ihm wohl die halbe Bibliothek herrührt, hängen bleiben. Sein eigenes Porträt verſprach er für die Univerſität malen zu laſſen.Sollte bei meinem Tode dergleichen aber noch nicht vorhanden ſein, ſo kann mein dem vüäterlichen gegen⸗ überhängendes Bild, obwohl aus ganz jungen Jahren, mit einer Urkunde in meiner Hand dazu genommen werden.

Dieſes in Wien gemalte Oelporträt des achtjährigen