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Die Landes-Universität Giessen : einige Worte für ihre Erhaltung und vervollkommnete Einrichtung : den verehrlichen Kammern der Stände, des Großherzogthums Hessen und seinen Mitbürgern gewidmet / vom Abgeordneten G. F. Heyer
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9 Wenn ſich ferner durch Vereinfachung der Staats⸗ und Provinzial⸗Organiſation, nur zu viel leere Wohnungen auch dort ergeben werden, ſo kann von dieſe n Mängeln keine Rede mehr ſeyn.

Man hat früher behauptet, die Lage der Stadz ſey ſumpfig, ungeſund, und dem Uebel könne nur durch eine zweckmäßige Entwäſſerungs⸗Anſtalt begegnet werden.

Aber auch dieſem Uebel iſt durch eine, die Stadt auf 70,000 fl. koſtende Aufopferung begegnet worden, und der College Balſer wird keine unverhältniß⸗ mäßige Mortalität in der Stadt angeben können.

Mit haltbaren Gründen läßt ſich nicht darthun, daß die Reputation oder der wahre Gehalt einer Uni⸗ verſität nur durch die Anzahl der Studenten bedingt werde. Wäre das ſonſt der Fall, dann hätte doch z. B. Helmſtädt, das bekanntlich noch vor wenig Jahren unter den erſten deutſchen Bildungs⸗Anſtalten glänzte, jedoch nur höchſtens 150 Studenten zählte, auffallend das Gegentheil bewieſen.

Aber auch in der Studentenzahl, mit man⸗ chen mangelhaften Inſtituten, gehört unſere Landes⸗ univerſität nicht in die letzte, ſondern in die mitt⸗ lere Klaſſe ihrer Feutſchen Schweſtern.

Vor einigen Jahren betrug der Numerus der Studirenden zu Gießen über 300, und ſelbſt jetzt, wo der Landtag drei der geachtetſten Lehrer entfernt hält, fehlen der Anzahl von 300 nicht Viele, wor unter ein volles Drittheil Ausländer, beſonders aus dem Naſſauiſchen, begriffen iſt.