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Akademische Erinnerungen, kulturgeschichtliche Beiträge und Erörterungen / von Dr. jur. Ernst Klein
Entstehung
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Gegen Mitte des vorigen Jahrhunderts kamen, aus Studenten verſchiedener deutſcher Länder und Fakultäten zuſammengeſetzt, die Studenten⸗Orden auf, zuerſt in Jena durch die Moſellaner Lands⸗ mannſchaft entſtanden. Der bekannte Magiſter der Philoſophie ꝛc. F. C. LauckhardLeben und Schickſale, Halle 1792 nennt beſonders Jena, Göttingen, Halle, Erlangen, Frankfurt, Gießen, Marburg und bezeichnet das Weſen der Orden(Amieiſten, Inviolabiliſten, Heſſen⸗Orden, Despera⸗ tiſten, Renomiſten⸗Orden u. ſ. w.) als ein Gewebe von Kindereien, Abſurditäten und Wind. DieſeOrdensbrüder mit abſonderlichen, ge⸗ heimen Gebräuchen ſuchten die auf den Hochſchulen beſtehenden Lands⸗ mannſchaften und übrigen Studenten zu dominiren, unterlagen aber ſchließlich und waren im erſten Decennium unſeres Jahrhunderts wieder verſchwunden.

Das Gebahren und Treiben der Orden und Landsmannſchaften hatte im Laufe des vorigen Jahrhunderts vielfach Verbote und beſondere Verordnungen gegen ſie veranlaßt. Die Schriften von Laukhard Student in Gießen von 1775 bis 1778 entwerfen von dem Leben und Treiben der Studenten, namentlich der Landsmannſchaften, in Jena und Gießen, Göttingen c. ſpeziell die übelſten Bilder.

Nach den Freiheitskriegen beſtanden weſentlich und maßgebend die Landsmannſchaften. Alle vorliegenden Schriften über die Univerſitäts⸗ Verhältniſſe damaliger Zeiten ſtimmen darin überein, daß bei den Lands⸗ mannſchaften, die unter ſich ſtets in Fehde lagen, immer noch ein überaus roher, wüſter Ton, Renommiren, unmäßiges Trinken und Liüderlichkeit vorherrſchte. Die Mitglieder pflegten mit Hieber inStürmern(großen Federhüten) oder in römiſchen Helmen mit Federn umher zu ſteigen. Der Druck, welchen dieſe, ohne beſondere Ziele und abgeſehen vom Freund⸗ ſchafts-Verhältniß, ohne Ideale herrſchenden Landsmannſchaften auf die übrigen Studenten ausübten, veranlaßte eine wohlthätige Aenderung. Nachdem bereits Fichte gegen Ende des vorigen Jahrhunderts die be⸗ treffenden Ideen verfochten, gründete eine Anzahl von Studenten, welche meiſt die Freiheitskriege mitgemacht und welche höhere Ziele für Einheit und Freiheit des Volkes im Auge hatten, am 12. Juli 1815 in Jena die deutſche Burſchenſchaft. Die Namen: K. H. Scheidler aus Gotha; H. A. Riemann, theol. aus Ratzeburg; K. Horn, theol. aus Neuſtrelitz; Dortu aus Berlin; W. Kaffenberger, jur. aus Frank⸗ furt; R. Weſſelhöft, L. Rödiger, v. Binzer und Andere ſind mit der Gründung der Burſchenſchaft insbeſondere hervorragend verknüpft. Es war eine denkwürdige That, welche in ihrem Wollen und ihrer Bedeutung für die Studentenſchaft, in ihrem Weiterwirken im bürger⸗

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