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Akademische Erinnerungen, kulturgeschichtliche Beiträge und Erörterungen / von Dr. jur. Ernst Klein
Entstehung
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bindungen n(Central n und Ein⸗

n ein voll⸗ meine Ver⸗ Oeſterreich⸗ Rechberg; rürttemberg⸗ n; Baden⸗ vom 6. bis Studenten gegen die r) berathen, 9(erneuert rwachung en, größte ſchenſchaft und Ver⸗

Jahn ꝛc. ſiſche Juli⸗ beralen Be⸗ Hambach in ung ſtatt,

enpfeifer, von Oeſter⸗ uguſt 1832:

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etzes, ohne Ge⸗ ens von

G lliche Ver⸗

erfolgten 1832 ein

Dr. Karl ſt Schüler * Vor⸗

5, mit D 3), das ſo⸗

90),

genannte Frankfurter Attentat vom 3. April 1833, zunächſt zur Herbeiführung eines allgemeinen Volksaufſtandes, ausging. Dieſes über⸗ haupt abenteuerliche, thörichte Unternehmen hatte die nachtheiligſten Wirk⸗ ungen für eine conſtitutionelle Entwicklung Deutſchlands, indem es den Vorwand abgab, gegen den Liberalismus überhaupt vorzugehen und ins beſondere ſtrenge Verfolgungen und Unterdrückung aller Ver bindungen auf den Univerſitäten brachte. Durch die Miniſter Conferenzen in Wien 1833 34 wurde unter Anderem die Cenſur auf die Veröffentlichung der ſtändiſchen Verhandlungen ausgedehnt, die Uni verſitäten einer noch ſtrengeren Controle unterworfen, alle Verbindungen unterdrückt und eine Central⸗Unterſuchungs⸗Commiſſion in Frankſurt a. M. eingeſetzt, alle liberalen Zeitungen unterdrückt. Ein Bundesbeſchluß vom

13. Oktober 1834 führte beſondere Matrikel ein: Reversunterzeichnung,

keiner verbotenen oder unerlaubten Verbindung anzugehören erlaubt wareu überhaupt keine Verbindungen. Eine Verweigerung der Unter⸗

ſchrift hatte die ſofortige Verweiſung von allen Univerſitäten zur Folge. Wie auch ſchon zur Zeit des Wiener Congreſſes insbeſondere Weimar und Coburg gegen die reaktionären Beſtrebungen von Oeſterreich und Preußen, damals erfolglos, ſich bemüht hatten, empfanden mehrere der kleinen Staaten, namentlich Süddeutſchlands, die fortwährenden Maß⸗ regelungen und zahlreichen Relegationen wegen Verbindungsangehörigkeit ꝛc. zum Schaden ihrer Univerſitäten ſehr drückend und machten Vorſtellungen geltend. Endlich, mit der Zeit, ließen die ſchroffen Maßregelungen etwas nach und die Ereigniſſe von 1848 beſeitigten die ungerechte brutale Karls⸗ bader Zwangsjacke für die ſtudentiſche Jugend und die Univerſitäten.

Betrachtet man nach dieſem hiſtoriſchen Blick etwas näher die Verbindungen, wie ſie nach den Freiheitskriegen auf den deutſchen Hochſchulen beſtanden, ſo bieten ſich betrübende Er⸗ ſcheinungen. Es war naturgemäß, daß die unfertigen, unzulänglichen politiſchen und Cultur-Zuſtände ſich im Geiſte und Verhalten der Stu denten zeigten. Aus den von ſelbſt gegebenen früheſten Vereinigungen nach Nationen, welche als die erſten Verbindungen der Studenten zu erachten ſind, hatten ſich mit der Zeit Verbindungen nach Fakultäten herausgebildet; ebenſo die ſog.Burſen(Studenten⸗Penſionen), die zu Anfang des 17. Jahrhunderts weſentlich in Folge ihres cyniſchen Treibens wieder verſchwanden. In dieſem 17. Jahrhundert machten ſich auf ver ſchiedenen Hochſchulen durch ein übermüthiges ſtutzerhaftes und doch rohes Treiben die ſog.Profeſſoren⸗Burſchen(Studenten, viele vom Adel, welche bei Profeſſoren wohnten und von ihnen protegirt wurden) gegen dieBürgerburſchen mit Raufen und Trinken geltend,