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merkung gemacht worden, daß in derſelben von den Kräften als den „unbekannten Urſachen der Bewegung“ nichts gelehrt werde, ſondern nur von den Geſchwindigkeiten und Beſchleunigungen der Maſſen. ¹) Unter Kraft wird in der Mechanik verſtanden das Produkt aus Maſſe und Beſchleunigung und die Kraft erſcheint ſomit als ein aus den Begriffen Raum, Zeit und Maſſe in ähnlicher Weiſe conſtruierter Begriff, wie die Begriffe der Bewegungsgröße, lebendigen Kraft u. ſ. w., demnach für das Denken ein abgeleiteter Begriff und nicht ein Erſtes, was er doch ſeiner metaphyſiſchen Bedeutung nach, ſofern er als Ur⸗ ſache gefaßt wird, zu ſein beanſprucht. Indeſſen der Begriff der Kraft war vor dieſer Definition, die er in der Mechanik erhalten hat, da, während die anderen genannten Begriffe erſt mit der Mechanik zur Entwickelung gelangten.
Der gewöhnliche Verſtand verbindet mit dem Begriffe der Kraft eine pſychophyſiſche Vorſtellung, er denkt an die Fähigkeit ſeines Körpers, der infolge der Cauſalität ſeines Ich äußere Bewegungen auszu⸗ führen imſtande iſt, welche Ausführung ſich jedoch dem Körper durch Empfindungen als größerer oder geringerer Widerſtand bemerkbar macht. Dieſer Zuſammenhang zwiſchen der Vorſtellung von der Cau⸗ ſalität des Ich, der als Widerſtand wahrgenommenen Empfindung und der gewöhnlich durch den Geſichtsſinn wahrgenommenen Wirkung, einer Bewegung, wird nun ſymboliſch ſelbſt da vorausgeſetzt, wo weder von einer Cauſalität des Ich noch von einer Empfindung die Rede ſein kann. Man ſpricht von dem Druck, den die Maſſe auf die Unter⸗ lage ausübt, von dem Zug, den ein Faden durch ein Gewicht erleidet, von dem Widerſtand, den eine ruhende Maſſe der Bewegung durch eine andere entgegenſetzt. Der Druck eines Gewichts auf die Hand iſt eine poſitive Empfindung, aber von dem Druck des Gewichts auf einen anderen als empfindungslos zu denkenden Gegenſtand zu ſprechen, hat nur Sinn durch den Gedanken der möglichen Empfindung, welche die Hand an Stelle jenes Gegenſtandes haben würde. Der gemeine Verſtand glaubt in derſelben Weiſe, daß die Dinge außer ſeiner Wahr⸗ nehmung exiſtieren, wenn er aber tiefer zuſieht, ſo wird er erkennen, daß die Dinge, die er ſich als exiſtierend vorſtellt, nichts weiter ſind als lauter eventuelle Wahrnehmungen, denen er aber infolge ihrer Variabilität und Relativität kein objektives Sein zuſchreiben darf.
1) Schell, a. a. O., Vorwort.
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