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tigung, wie die Theorie der Epichelen, erſt die Thatſachen haben zu Gunſten der Annahme Newtons entſchieden, indem ſich alle aſtronomiſchen Erſcheinungen auf Grund derſelben durch dasſelbe Geſetz erklären ließen.
Im Gegenſatz zu der Anſicht, wonach Erklärung nur einen be⸗ grifflichen Zuſammenhang darzuſtellen ſucht, meint man, die Natur⸗ erklärung wolle ein Daſein, was in keiner Erfahrung gegeben werden könne, in ſeinen Wirkungen entſchleiern. Für dieſen Standpunkt werden die Kräfte zu wirklichen Exiſtenzen. Es ſind wirkliche zwiſchen den Maſſen geſtiftete Beziehungen, durch welche dieſe ſich gegenſeitig be⸗ ſchleunigen. Es giebt darnach ein in der Wechſelwirkung der Maſſen beſtehendes wirkliches Geſchehen, von welchem die wahrgenommenen Bewegungen nur die Erſcheinungen ſein ſollen. Die Kräfte haben ihren Sitz in den Dingen, unterſchieden von den das Ding charak⸗ teriſierenden Eigenſchaften, ihre Wirkungen erſtrecken ſich in die Ferne f und geben das Daſein der Materie kund. Inſofern haben ſie jedoch ein Gemeinſames mit den Eigenſchaften, als die letzteren nicht an ſich exiſtent ſind, ſondern ſelbſt als Wirkungen von Kräften auf das Be⸗ wußtſein, zunächſt auf die Sinneswahrnehmung anzuſehen ſind. Kant, der das ſogenannte Innere der Materie für eine bloße Grille erklärte, indem dieſes Innere aus nichts anderem als äußeren Verhältniſſen beſtehe, faßte andererſeits doch wieder die Kraft als Cauſalität der Subſtanz. Es läßt ſich gegen dieſe Faſſung nichts einwenden, wenn hiermit nur ein Ausdruck für den als Thatſache gegebenen Zuſam⸗ menhang der Dinge mit Rückſicht auf die Bewegungserſcheinungen gegeben ſein ſoll. Dieſer Zuſammenhang beſteht aber in nichts an⸗ derem, als daß wahrnehmbare Veränderungen des einen Dinges wahr⸗ nehmbare Veränderungen in dem andern zur Folge haben, und die Kräfte ſollen nur die Bedeutung der Dinge in dieſer wahrnehmbaren gegenſeitigen Wechſelwirkung charakteriſieren.„Dieſe Allgemeinbegriffe wie die der Subſtanz und Cauſalität bedeuten nichts, was zu den Anſchauungsobjekten hinzukäme oder außerhalb derſelben noch einmal ſelbſtändige Wirklichkeit beſäße, ſondern es ſollen durch ſie nur ge— wiſſe allgemeine Exiſtenz⸗ und Beziehungsformen des Wirklichen aus⸗ gedrückt werden, zu deren Geſtaltung unſer Denken durch die ſinnliche Wahrnehmung angeregt wird.“ ¹)
Es iſt namentlich in den Darſtellungen der Mechanik die Be⸗
¹) Wundt, Methodenlehre, S. 238.


