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vollständig abdrucken lasse. Es wird hiernach wohl jeder Leser den Ge- sammteindruck behalten, dass Hr. Müller, ungeachtet des niederen Standes aus dem er hervorgegangen, ein fähiger und unterrichteter Mann sei, und dieser Eindruck passt vollkommen zu dem Resultate unseres Examens, denn Hr. J. M. Müller ist genau mit derselben Strenge geprüft worden, mit welcher seit 14 Jahren alle ausländischen Promovenden von der medicinischen Facultät zu Giessen geprüft werden,— nach einer Norm, gegen welche von keinem Mitgliede dieser Facultät(auch die Herren Prof. Bischoff. und Prof. Jul. Vogel mit eingeschlossen, welche seitdem nach München und Halle versetzt wurden) jemals Einsprache erhoben worden.
Ich glaube genügend gezeigt zu haben, wie vollständig grundlos auch diejenigen Beschuldigungen sind, welche Hr. Pözl gegen die medici- nische Facultät richtet, und wie sonach die ganze von ihm gegen die medi- cinische Facultät zu Giessen und gegen mich insbesondre vorgebrachte An- klage eine durchaus gleisnerische und verleumderische ist.
Ich muss endlich noch summarisch die Darstellungsweise, welche Hr. Pözl sich in seinen drei Artikeln erlaubt hat, als vielfach unwürdig rügen. Aber ich habe nicht mehr nöthig, ausser den bereits beleuchteten noch weitere Verstösse wider Wahrheit, Recht, Ehre und Sitte in der Schmäh- schrift nachzuweisen, da dieselbe bereits genügend durch andere Stimmen öffentlich dafür gezüchtigt worden ist.
Ich will auch nicht das gegenwärtige Promotionswesen überhaupt oder auch nur das medicinische Promotionswesen in Schutz nehmen. Dass in dem letzteren mancherlei Reformen zu wünschen, z. Th. sogar dringend wünschens- werth sind, ist schon von einer Anzahl von Stimmen ausgesprochen worden, zu denen ich selber gehöre(s. S. 15, Note 8). Aber man soll das Reformiren nicht mit einem ungerechten und aus der Luft gegriffenen Tadel, den man auf dem Markte ausscbreit, beginnen, vielmehr mit einer ruhigen, historisch-kritischen Untersuchung der bestehenden Mängel und ihrer Ursachen. Darum wird der intelligente und ehrenhafte Theil des Publicums sonder Zweifel über die Pözlschen Artikel, indem er dieselben in ihrer Ge- sammtheit als eine bereits gebührend abgefertigte grossartige Verleum- dung deutscher Universitäten bezeichnet, zur Tagesordnung über- gehen.
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