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Kritische Beleuchtung der Prinzipien des neuen Gießener Studienplans, mit besonderer Rücksicht auf die darüber erschienenen Schriften der Herren Schleiermacher und v. Linde / [L. Noack zu Worms]
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224 Kritiſche Beleuchtung der Prinzipien

wiſſenſchaft. Der, trotz aller Verſuche Seitens der bedeutend⸗ ſten Juriſten unſerer Zeit, doch noch nicht ausgeglichene Gegen⸗ ſatz und Widerſpruch zwiſchen Theorie und Praxis in unſerer heutigen Jurisprudenz, welcher auch, weit entfernt abzunehmen, vielmehr noch immer im Steigen und Wachſen begriffen iſt, kann nur durch die gründliche, prinzipielle Richtung der philo⸗ ſophiſchen Schule nach und nach gehoben werden; denn dieſe letztere iſt es, welche von dem unläugbaren Bedürfniſſe nach einem volksthümlichen, wirklich deutſchen Recht, und nach einem wiſſenſchaftlich zu erringenden Rechtsbewußtſeyn des Volkes kräftig und ernſtlich ſtrebt, um endlich in die Augen fallen zu laſſen, was Alles blos der Geſchichte und was der lebendigen Gegen⸗ wart angehört, was wir feſtzuhalten und was wir aufzugeben haben. Die Kritik iſt auch hier der Ausgangspunkt der gegen⸗ wärtigen juriſtiſchen Leiſtungen; ſie iſt die nothwendige Bilanz der heutigen Rechtswiſſenſchaft. Aber auch von dieſer iſt im Studienplane, der doch den Anforderungen der Zeit entſprechen will, Nichts wahrzunehmen, obgleich derſelbe neben der Herme⸗ neutik, als der rationellen Auslegung der Rechtsquellen, füglich eine beſondere Stelle hätte erhalten müſſen, und dies um ſo mehr, da einerſeits ohne kritiſche Betrachtung des Poſitiven und ohne ein Zurückführen des Poſitiven auf die Natur der Sache in dem Chaos juriſtiſchen Materials am wenigſten etwas auszurichten iſt, und andererſeits ein ſicherer, begründeter Stand⸗ punkt über dem Beſtehen und Poſitiven für die wahre Wiſſen⸗ ſchaft unumgänglich nothwendig iſt. Da übrigens der Kanzler der Univerſität, ein Jünger der hiſtoriſchen Schule, ſelbſt im Staatsrathe ſitzt, ſo iſt wohl an eine Beſeitigung dieſer Mängel, wenigſtens zunächſt, nicht zu denken. Und da die Philoſophie im engern Sinne keinen beſonderen Studienplan erhalten hat, worin die Philoſophie des Rechts und die ſpekulative Entwick⸗ lung des Rechtsſtaats etwa eine Stelle hätte finden können, ſo ſieht es damit eben ſchlimm aus. Und es mag die Jurisprudenz Studirenden der Spruch tröſten: Was ich nicht weiß, macht mir nicht heiß!

Wie ſich die Philoſophie der Naturwiſſenſchaften oder(wenn man lieber will) die Naturwiſſenſchaft der Philo⸗ ſophie bemächtigt habe, dies iſt durch die wiſſenſchaftlichen Beſtre⸗

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