ivie 5. ſpien des neuen Gießener Studienplans ec. 221 d her phantaſi rechender Suf Alles ſey fer
* Die Abiturienten wiſſen wohl alte Geſchichte, aber neuere von 7 Spanien, Frankreich, England, Deutſchland u. ſ. w. ſo gut . Aic nn wie gar nicht. Aber ſie ſchreiben, wenn's gut geht, ein leidlich ie Hauptſache i fehlerfreies Latein, und erpliziren die griechiſchen Chöre ganz ſilte denn dat paſſabel, ſo ſind's reife Studenten! Wo bleibt aber im Weiteren em können Di bei dieſen hoffnungsvollen Jünglingen die gründliche und ſtufen⸗ Widererwachn weiſe Bildung zur ernſten Selbſtkenntniß, zur Kenntniß des iederherſteler d Menſchen überhaupt und die genetiſche Entwicklung der innen didet, ihnen au ſhlummernden Kräfte und deren allſeitiger Beziehung auf das digkeit hervorg Al⸗Eine, was Noth thut, vernünftig zu werden und frei, ein in der Lüerau ächter Menſchen⸗ und Gottesſohn, mündig an Geiſt und ſtark n das Alterthu an Geſinnung? Ja, ihr Herren Philologen, wo bleibt das? Wie rbeitet, und ſn Mancher, der höher ſtrebte, und das Bedürfniß ſpäter erkannte, riechn iſt Nin hat ſich in dieſer Rückſicht das Meiſte erſt mit eigner Kraft Stufe, und wi ſpäter ſelber erringen, und ſo die Fehler der einſeitigen Schul⸗ , wie der Völt bildung durch verdoppelte Anſtrengung wieder gut machen müſſen! in dem foriſch Denn auch die Univerſitätsbildung, in einer ſo eminent ttel und Entwi vorgeſchrittenen Zeit, die einen ſolchen Studienplan erzeugen weck, Ziel, alſ konnte, will ja von dem Allem nichts wiſſen. Das Alles, wird ten hat auch ſii ſomit im offiziellen Regulativ erklärt, ſoll nicht für die künftigen Bahn führt k. Gymnaſiallehrer ſeyn! Aber wie? Sollte allgemeine Literatur n; nein, Hum nicht daſſelbe Recht haben, zu den nothwendige und unerläßliche nismus und al Studien deſſelben zugehören, wie römiſche, griechiſche und orien⸗ eel und die wah taliſche? Sollte er in den äſthetiſchen Wiſſenſchaften weniger Wo bleibt at bewandert ſeyn dürfen, als in der griechiſchen Metrik? Und dieſe das gleichbern letztere bildet einen Gegenſtand der Prüfung, jene iſt davon aus⸗ iiſchen Literatl geſchloſſen. Sollten Kulturgeſchichte, Philoſophie der Geſchichte, des Verſtändnißd Rechts, der Religion für den künftigen Bildner der Jugend nicht 2 Intereſſen eeben ſo unentbehrlich ſeyn, als griechiſche, lateiniſche und Sanskrit⸗ Wo bleibt d eregeſe? Oder bilden blos die Sprachen den Geiſt, den Geſchmack, riſchritten, Reſ als die ausſchließlichen Urbilder des Schönen und Wahren? die Ales eben ſo! Citelkeit der einſeitigen Philologen behauptet das kühn immer 5 begründeten fort, und nennen ihre Gegner ſogleich„unwiſſenſchaftlich bilvenden Juht und ungründlich,« wo man ihnen das nicht ohne Weiteres auf's „ Streben w Vort glaubt; aber ſie identifiziren dabei, wozu ſie kein begrün⸗ — Wort detes Recht haben, Bildung und Wiſſenſchaft geradezu ausſchließlich das wird 4 mit alter Literatur und linguiſtiſcher Gelehrſamkeit, als ob's nur dn⸗ dernachliſt in Griechenland und Rom Menſchen gegeben, als ob dort das


