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Kritische Beleuchtung der Prinzipien des neuen Gießener Studienplans, mit besonderer Rücksicht auf die darüber erschienenen Schriften der Herren Schleiermacher und v. Linde / [L. Noack zu Worms]
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220 Kritiſche Beleuchtung der Prinzipien

jenen kenntnißloſen ſeichten Troß vag hin und her phantaſie⸗ render Schöngeiſter hervorbringen, der in abſprechender Suffr⸗ ſance aller ſoliden Bildung Hohn ſpricht. Dies Alles ſey ferne! Aber daß Griechiſch und Latein immer noch die Hauptſache in den deutſchen Gymnaſien iſt, dieſe Einſeitigkeit ſollte denn doch vernünftigerweiſe als beſeitigt betrachtet werden können. Der Geiſt des klaſſiſchen Alterthums hat ſeit dem Wiedererwachen der humaniſtiſchen Studien, durch die ſ. g. Wiederherſteller der Wiſſenſchaften, die Völker der Gegenwart gebildet, ihnen aus dem Traume der Kindheit und geiſtigen Unmündigkeit hervorge⸗ holfen; alle Poren ihres Lebens und die Adern der Literatur ſind von dieſem Geiſte durchtränkt; wir haben das Alterthum in unſer eignes Leben aufgenommen und verarbeitet, und ſind weiter gekommen. Das Studium der Griechen iſt Mittel geweſen zur Entwicklung der gegenwärtigen Stufe, und wird auch fortwährend in der Erziehung der Einzelnen, wie der Völker, einer der Durchgangspunkte ſeyn müſſen, ein in dem fortſchrei tenden Bildungsgange aufgehendes Bildungsmittel und Entwic⸗ lungselement, aber nicht das Einzige, nicht Zweck, Ziel, abſo lutes Muſter und Ideal. Denn das aniike Leben hat auch ſeine Schattenſeite, und in des Lebens aufſteigender Bahn führt kein Schritt zurück! Nicht Humaniſten ſind zu bilden; nein, Huma nität iſt das Ziel, und das iſt mehr als Humanismus und auch mehr als bloße antike Bildung; jene iſt der Adel und die wahre Würde der zur Reife erzogenen Menſchheit. Wo bleibt aba

in jener einſeitigen ſ. g. humaniſtiſchen Bildung das gleichberech⸗

tigte Ausbeuten der lehendigen neuen europäiſchen Literaturt Wo bleibt die Einführung der Jugend in das Verſtändniß deh Völker⸗ und Staatslebens und der öffentlichen Intereſſen der vaterländiſchen Vergangenheit und Gegenwart? Wo bleibt das lebendige Vorführen der Geſchichte mit ihren Fortſchritten, Reſub⸗ taten und ihrer Errungenſchaft? Was doch Alles eben ſo wie Griechiſch und Latein, und vielleicht mit noch begründeteren Rechte in das Bewußtſeyn der zur Reife heranzubildenden Jugerd übergehen ſoll, und was dieſelbe erſt in ihrem Streben wahr⸗ haft geiſtig auffriſcht, ſtatt ſie zu todten Maſchinen, Wortklal⸗ bern und Alterthümermagazinen zu machen, das wird gam unverhältnißmäßig wenig berückſichtigt, faſt ganz vernachläſſigt⸗

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die Abituri zpanien, zie gar nich ſblerfreies ſſabel, ſo ti dieſen h. ſeiſe Bildu Nenſchen ü ſhlummernd Al⸗Eine, w ihter Menſ in Geſinnun Nancher, d gat ſich in bääter ſelber üldung dure Denn orgeſchritten innte, will ſomit im of bymnaſialle niht daſſelb ttudien deſ ſaliſche? S tewandert ettere bilde gſchloſſen. Kchts, der ten ſo unen negeſe? O. ils die aus (telkeit der unt, und und ungrün Vort glaub des Recht! nit alter di u Griecen