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Kritische Beleuchtung der Prinzipien des neuen Gießener Studienplans, mit besonderer Rücksicht auf die darüber erschienenen Schriften der Herren Schleiermacher und v. Linde / [L. Noack zu Worms]
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den des neuen Gießener Studienplans ꝛc. 219

denten, die ſonſt Enzelnen zu rechtfertigen, ohne jedoch das bereits von Schleier⸗

er Mangel am macher dagegen Aufgeſtellte hier nochmals zu wiederholen. m Theil eben Zugleich bleibt die Frage, ob eine Ausſchließung der Theologen nd dem ganzen von Gymnaſiallehrſtellen theoretiſch oder praktiſch im Großh. di; zum Theil Heſſen beſtehe, oder nicht, hier ganz aus dem Spiel. Die n zewähnlichen Erwiederung des Hrn. v. Linde übrigens, ſo weit ſich derſelbe die Bedingun auf dieſen Punkt einläßt, leidet hier an denſelben mehr erwähnten lung das hiſts⸗logiſchen und formellen Mängeln, und umgeht fein diplomatiſch ad daſelbe zu alles ſcharfe und prinzipielle Eingehen auf den eigentlichen Frag⸗ Dozenten, noch punkt des Gegenſtandes. ſſtandpunkt du. Die Frage über die humaniſtiſchen Studien und urch die ganze das Gymnaſialprinzip, um das es ſich hier handelt, nſchaſtlich über ſt neuerlich zu verſchiedenen Malen angeregt und erörtert worden. von wahrhaf Mancher erſchrack über drohende Schläge, die gegen eine alte, Geſchichee haben verjährte Einſeitigkeit gerichtet waren, und trat eiligſt als Patron Vorleſungen auf des Philologenthums auf. Aber wir können nicht umhin, in den ps Leben haben wieder zur Sprache gekommenen Zweifeln an dem Rechte der legien eihoben Philologendespotie den Keim eines weſentlichen Fortſchrittes in un haben. Wi unſerer heutigen Gymnaſialbildung verborgen liegen zu ſehen. Es wenig ſie dei hreht ſich bei dieſer Frage längſt nicht mehr um die extreme Seite Forſſchrite da ſes alten Gegenſatzes von humaniſtiſchen und realiſtiſchen Studien, iſchiche angeht ofern dieſe letzteren nunmehr den Gewerb⸗ und polytechniſchen ervor, wo*o Schulen zugewieſen ſind, jene dagegen den Gymnaſien verbleiben Kulturgeſchicht olten, und die griechiſche und lateiniſche Sprache und Literatur auter Dozent näu ihrem Angelpunkte hätten. Es ſoll dieſen keineswegs ihr aen ſolchen hiecht und Nutzen geſchmälert werden; vielmehr wird ihre muſter⸗ 9 Studienplan thültige Vollkommenheit, ihre Originalität und plaſtiſche Abge⸗ Teranlaſſunſchlſſenheit, ſo wie ihr rationeller, äſthetiſcher und materieller feh ſcheiden w Kutzen für die Kenntniß des griechiſchen Volkes, Lebens und und Krit tGeiſtes vollkommen anerkannt. Wir möchten durchaus nicht, mief hrs ßat des Homer und Sophokles das Niebelungenlied und Brandt's Madhan Stan Karrenſchiff aus der alten deutſchen Antiquitätenſammlung hervor⸗ f un 5 geltel geholt, und der Jugend zur Verſtandes⸗, Geſchmacks⸗ und bieten: delmoraliſchen Bildung vorgehalten wiſſen. Eben ſo wenig ſollen darh in Hauballe mögliche neuere Sprachen gelernt werden, als ob nur Kauf⸗ ſen 8 und üliute oder geſchwätzige Sprachmeiſter und Fechtkünſtler zu bilden erihle* dieſeſühen, und noch weniger wollen wir derjenigen Partei das Wort

r ſigoruf ürzden, die nur belles lettres getrieben wiſſen will, und die den

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