210 Kritiſche Beleuchtung der Prinzipien
Ludwig Feuerbach geworden, welcher alle Theologie zur An⸗ thropologie zu degradiren den kühnen und konſequenzreichen Verſuch gemacht hat.
Auch über die Stellung, welche die bibliſche Kritik und das Leben Jeſu in der Reihenfolge der zu hörenden evangeliſch⸗ theologiſchen Vorleſungen einnehmen, haben wir eine Bemerkung zu machen. Eine Vorleſung über das Leben Jeſu iſt bei dem neuern und gegen früher weſentlich alterirten Stand dieſer Dis⸗ ziplin, keineswegs(wie die Schleiermacher'ſchen Bemerkungen behaupten) für den Theologen, der eregetiſche und kirchenhiſto⸗ riſche Vorleſungen gehört hat, als überflüſſig zu betrachten. Es gehört dieſe Vorleſung jedoch aus doppeltem Grunde nicht an die Stelle, welche dieſelbe im Studienplan einnimmt, nämlich in's 4te Semeſter zur Dogmatik und Symbolik, ſondern vor alle ſyſtematiſch⸗theologiſchen Disziplinen, deren Vorausſetzung, Grundlage und Wurzel die kritiſchen Reſultate des Lebens Jeſu ſind, ja ſogar noch vor die hiſtoriſche Theologie, deren An⸗ fang- und Ausgangspunkt das Leben Jeſu bildet. Und je nachdem das letztere von einem mehr kirchlich-⸗orthodoxen oder freiern ra⸗ tionaliſtiſchen oder ſpekulativen Standpunkt aus aufgefaßt oder dargeſtellt wird, in dem Grade wird dadurch auch die ganze Behandlung der Kirchengeſchichte ſowohl, wie in noch höherm Maße der Dogmengeſchichte ſich verſchieden geſtalten. Die neuern kritiſchen Reſultate über die Evangelien und das Leben Jeſu können nicht mehr, ohne den weſentlichſten Nachtheil für Wiſſen⸗ ſchaft und Leben, von den theologiſchen Fakultäten ignorirt werden. Nach dieſen Andeutungen wird auch Jeder, der den wahren Stand der Theologie in unſerer Zeit begreift und ihre Aufgabe erfaßt, nicht umhin können, damit einzuſtimmen, daß das Leben Jeſu ſich am geeignetſten an die Vorleſung über Kritik anſchließt; denn anders als kritiſch, etwa apologetiſch oder asketiſch, kann ſeit Strauß für den Theologen keine Darſtellung des Lebens Jeſu ſeyn. Der Studienplan ſcheint auch hierin in einer Ein⸗ ſeitigkeit befangen zu ſeyn, indem aus der Zuſammenſtellung der Kritik mit der Hermeneutik zu einer einzigen Vorleſung die Ver⸗ muthung entſtehen könnte, als ob ſich's bei dieſer Disziplin blos von der Terxtkritik, nicht aber zugleich auch von der hiſtoriſchen und Dogmenkritik handelte, die ungleich wichtiger iſt. Ein nam⸗
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