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irch nur be⸗ dder aus den vielmehr— us und des nur noch läͤ⸗ theologiſchen zrlich wären, nbefangen die für dieſelbe komm und Man komme rAnmaßung; werden, daß auch nur ein tes, ſelbſtver⸗ d ein Urtheil gen beſtändig ien; aber wi⸗ dieſe Männet glaubt man niich ignorirt, zu können. bürtige theo⸗ dernen David ind in ſeinem 's gibts die und Wiſen, der modernen er näher und baren Bruche erſuche genug auch im Be⸗ ppalt auf wiſ zuch noch nicht iſche gakultu R ſie verſucht den dagegen. e ſo großes
des neuen Gießener Studienplans ꝛc. 207
Gewicht legt, die theologiſchen Seminarien, machen die Kluft des Widerſpruchs zwiſchen der theologiſchen Wiſſenſchaft und der geiſtlichen Praxis nur noch weiter und ſchroffer, ſtatt ſie zu beſeitigen. Denn ſelten finden ſich überhaupt Männer, die als dergleichen Seminarprofeſſoren den Geiſt und die wiſſen⸗ ſchaftlich-philoſophiſche Durchbildung mit der Gabe der Appli— kation verbinden, um die Wiſſenſchaft und ihre Reſultate mit dem Leben und der Behufspraxis zu vermitteln und zu verſöhnen. Sie verſtehen gemeiniglich wenig oder nichts von der Philo— ſophie und wollen, obwohl in redlichem Eifer und beſter Ueber⸗ zeugung, je nach ihren individuellen Anſichten auf verſchiedene Weiſe, den angehenden praktiſchen Geiſtlichen den reinen, nackten und unbeſchränkten Glauben wieder einimpfen, was— nach der einmal eingetretenen Skepſis— eine baare Unmöglichkeit iſt. Die Zeit iſt gekommen, wo man endlich zu der Erkenntniß kommen muß, daß es keine zwei verſchiedene Wahrheiten, eine geoffenbarte und eine natürliche oder philoſophiſche geben kann. Die Philoſophie iſt vielmehr die Göttin, welche denen die ſich zu wiſſenſchaftlichem, ſelbſtthätigem Denken nicht erheben können, die von ihr erforſchte(philoſophiſche oder Vernuft) Wahrheit, als Glauben, in der Form des Poſitiven hingibt und über— macht. So und nicht anders iſt auch der Urſprung der chriſt⸗ lichen, wie überhaupt einer jeden Religion zu faſſen; ſo iſt das wahre Verhältniß der Vernunftwahrheit zur poſitiven oder Glau⸗ benswahrheit zu denken. Was drüber iſt, das iſt entweder ge⸗ radezu Unſinn und Selbſttäuſchung. Drum iſt es Feigheit und Selbſtſucht oder träge Bequemlichkeit oder Geiſtloſigkeit, ſich der Philoſophie auf dem verwickelten Gebiete der Theologie heut⸗ zutage noch begeben zu wollen. Die Gießener Fakultät hat darum noch eine große Aufgabe nachzuholen, wenn ſie nicht auf die Dauer ganz hinter den Forderungen der Zeit zurückbleiben, ſon— dern auf die Höhe theologiſcher Wiſſenſchaft gelangen will. Der Studienplan hat ihr für dieſes, von ihr noch unerkannte Ziel keineswegs vorgearbeitet.
Die Verbindung der Phlloſophie mit dentheo⸗ logiſchen Studien iſt nach dem Lehrplan eine erſt noch ganz äußerliche; die Philoſophie, der philoſophiſche, ſpekulative Geiſt greift nicht ſelber geſtaltend und bildend in die theologi⸗


