198 Kritiſche Beleuchtung der Prinzipien
bei den Aſpiranten zum Staats-⸗ und Kirchendienſt ſich der erlangten Berufskenntniſſe verſichert. Ja, wir können noch weiter gehen! Konſequenter Weiſe hat dieſen Zweck nur das Staats⸗ examen oder die Definitorialprüfung, die vor'm Eintritt in den Staats⸗ und Kirchendienſt, unter den Augen der Behörden gemacht wird. Dagegen die Fakultätsprüfung hat eben nur den Zweck, im Intereſſe der Wiſſenſchaft ſich von den Früchten der Fakultätsſtudien zu überzeugen, auf das Praktiſche, auf die Beziehung zum Leben hat ſie ſich ſtreng genommen, nicht einzulaſſen, denn dies greift in die Späre der Staatsprüfung über. Zudem fällt ja, eben aus dieſer Rückſicht, zwiſchen beide Prüfungen der praktiſche Kurſus, der in den Akzeßanſtalten, philologiſchen und theologiſchen Seminarien gemacht wird, und der den ausſchließlichen Zweck hat, die Vermittelung der Theorie mit der Praxis anzubahnen. So bleibt dann, nach vernünftiger Konſequenz, für die Univerſitätsſtudien nur der rein wiſſenſchaft⸗ liche Zweck übrig, bei welchem es unberückſichtigt bleiben muß und bleibt, ob der Studirende in den Staats- und Kirchendienſt treten will oder nicht. Iſt eine tüchtige wiſſenſchaftliche Bildung, auch ohne alle Berufsrückſicht, erſtrebt worden, ſo iſt dies in jedem Falle auch ſpäter die beſte, ja allein wahre Vorbereitung für den Staatsdienſt. Die Rückſicht auf den letztern darf aber von vorn herein keinen beſtimmenden Einfluß auf das Studium der Wiſſenſchaft haben, wenn anders dadurch nicht der Verdacht einer Bevormundung derſelben von Seiten des Staates entſtehen ſoll. Denn die Viſeenſchaft iſt die lebendige Mutter, welche Männer bildet, die dem Staate dienen werden, keineswegs aber dieſelben im Sinne und nach Vorſchrift einer vielleicht einſeitigen, willkürlichen Theorie oder nach einſeitigen Wünſchen irgend einer Staatsregierung abzurichten oder zuzuſtutzen hat.
Die II. Hauptüberſicht in einem jeden Fakultätsſtudienplan gibt die zweckmäßigſte Reihenfolge der zu hörenden Vor⸗ leſungen an. Hier müſſen ſich aber in der Anwendung man— cherlei Inkonvenienzen und Schwierigkeiten ergeben, weil nicht jede Disziplin in jedem Semeſter geleſen wird, und doch in jedem eine Anzahl Studierender in jede Fakultät eintritt, alſo die wenigſten derſelben die angegebene Reihenfolge einhalten können und alsdann ſich doch einen andern Studienplan ſetzen
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