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Kritische Beleuchtung der Prinzipien des neuen Gießener Studienplans, mit besonderer Rücksicht auf die darüber erschienenen Schriften der Herren Schleiermacher und v. Linde / [L. Noack zu Worms]
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196 Kritiſche Beleuchtung der Prinzipien

ſophie zum Poſitiven ſagt, der wahren rationalen, philo⸗ ſophiſchen Begründung. Hr. v. Linde ſetzt das ganze Verdienſt der Philoſophie für die poſitiven Wiſſenſchaften in die Methode, das ſ. g. philoſophiſche Verfahren, was aber weiter nichts iſt, als der alte, längſt überwundene, abſtrakte Standpunkt der bloßen Reflexion. Inſofern ſteht der Verf. auch vollſtändig im Einklang mit der dem ganzen Studienplan zu Grunde liegenden Anſicht über die Philoſophie und ihre Berührung mit den einzelnen Studiendisziplinen, wo ebenfalls wie ſich ſpäter zeigen wird nur die formelle, nicht aber die weit wichtigere innere und mate⸗ rielle Bedeutung der Philoſophie anerkannt iſt. Und doch iſts die Philoſophie, welche den Begriff und die Aufgabe der einzel⸗ nen wiſſenſchaftlichen Disziplinen erſt bildet, die Idee des Staats, des Rechts u. ſ. w. entwickelt, den Wiſſenſchaften ihr Leben und Beſtehen ſichert, jeden wahren Fortſchritt bedingt und möglich macht; ſie iſt's, welche dieſelben erneuert und umgeſtaltet, den verbrauchten Ballaſt und unnützes todtes Material ausſcheidet, und unter die Antiquitäten und Alterthümer, als in ſeine eigent⸗ liche Heimat, verweist. Darum kann keine Wiſſenſchaft heutzutage mehr als ſolche gelten, welche nicht die Philoſophie in ſich aufge⸗ nommen, und auf dem eigenen Grund und Boden das Feld zur Herrſchaft eingeräumt hat. Welche Veränderungen und Um⸗ geſtaltungen ſtehen um von den theologiſchen Wiſſenſchaften ganz zu ſchweigen z. B. der Rechtswiſſenſchaft, durch die Aufnahme der Philoſophie in ihre Kreiſe, bevor; Veränderungen, von denen ſich freilich manche Juriſtenfakultät, die in eitlem banauſiſchen Treiben und in vergeblichem Verſuche zur Bewäl⸗ tigung des gelehrten Augiaswuſtes ihr vegetatives Deſeyn hinzieht, keine Vorſtellung machen kann. Aber der Zukunft liegt hier ein weites, unbegränztes Gebiet offen. Aehnlich verhält es ſich mit der politiſchen Oekonomie und Staatswirthſchaft, Materien und Disziplinen, in welche der freie Geiſt der Gegenwart noch lange nicht mit ſiegreichem Erfolge eingedrungen iſt. Vielmehr ſind hier Werke, die auf dieſem Felde Epoche machten, und dem Fortſchritte die Bahn zu öffnen ſuchten, außerhalb der Fakul⸗ täten entſtanden, weil den neuen ſozialen Theorien der Staal vor der Hand noch, gleichwie den Ketzereien die alte Mutter Kirche, das Heimaths⸗ und Anſiedlungsrecht verweigert hat. Ich rede

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