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ſche Bildung er Vorſchrift is den Wor⸗ e gegen eine nfgetreten iſt
Seit wann ſeſſeze geben? diger Polizei, un nur noch, Nach der An⸗ iche Sachver⸗ ſenſchaft eben n könne, ja inklage nicht; oliſch⸗mittel herade ſo ver⸗ verden ſpätet etwas anders
7:„der vol⸗ Geſcchtpunkte vs Erſte nur , um in der rungen einen orzunchmen.“ Eryerinen⸗ Rekruteniöſtem dem Studien⸗
des neuen Gießener Studienplans ꝛc. 193
wird's in infinitum gehen müſſen, weil Erfahrung und Wiſſen⸗ ſchaft unbegränzt ſind, und ein Studienplan, der für dieſes zegenwärtige Dezennium beſtimmt wäre, vielleicht dem nächſten luſtrum nicht mehr genügen könnte. Aber wenn dies zuge⸗ fanden werden muß, ſorgt dann nicht die jezeitige enzyklopä⸗ ziſche und methodologiſche Vorleſung einer jeden Wiſſenſchaft für enen weit beſſern, weil zeitgemäßern, lebendigen Studienplan? Möge zur Ehre der Univerſität Gießen und der Viſſenſchaft niemals die von dem Hrn. v. Linde(S. 17) geſtellte Prognoſe eintreffen, daß nämlich ſpäter noch entſchiedenere, noch ſklavi⸗ ſchere Studiennormen eintreten ſollten!
In den Stellen, wo Hr. v. Linde von der heutigen Beſtim⸗ mung der Univerſitäten und deren Stellung zum Staate ſpricht, wird die Univerſität zur Handlangerin und Magd des beſtehenden Staates herabgewürdigt, und doch dabei— das iſt eben das Feine und Eigenthümliche der Linde'ſchen Broſchüre— immer vom ſelbſtſtändigen Werthe der Wiſſenſchaft, von voller wiſſenſchaftlicher Bedeutung, von Fortentwicklung der Univerſitäten ihrer urſprünglichen Beſtimmung gemäß, vom Verhältniß der Viſſenſchaft zum Leben, der Philoſophie zu den Intereſſen des Staates, vom Standpunkt wahrhaft freier Betrachtung geſprochen und verſichert, daß die Regierung weit entſernt ſey, die Philoſophie unter Beſchränkungen zu ſetzen, welche die Viſſenſchaft ſelbſt gefährden könnten. Aber das Alles iſt blos in abstracto werſichert, daß man es auf Treu' und Glauben hinnehme; bewährt und bewieſen iſt's gar nicht. Man ſpekulirt auf den
Geiſt der Wiſſenſchaft, um dieſelbe zu bekämpfen und zu unter⸗
drücken: ſo iſt unſere Zeit und ihr unfreier Standpunkt, daß ſo viele Schriftſteller ſich in einer Sache unwillkürlich hineinreden, und am Ende ſelber glauben, was ſie geſagt haben.
Der Begriff der Wiſſenſchaft iſt hier als ein ſehr niedriger und beſchränkter, und von einem durchaus unfreien befangenen Standpunkte aufgefaßt. Der Staat verlangt, nach dem Bekennt⸗ uſſe des Hrn. v. Linde, blos eine Menge nothwendiger und nitzlicher Kenntniſſe; darin beſtehen die Forderungen des Examens an die Butter⸗ und Brodſtudenten, darin die Befähigung derſelben
fr's Staats⸗ oder Kirchenamt. Die wahre Viſeenſchaft wird
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