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Kritische Beleuchtung der Prinzipien des neuen Gießener Studienplans, mit besonderer Rücksicht auf die darüber erschienenen Schriften der Herren Schleiermacher und v. Linde / [L. Noack zu Worms]
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theilsfreier prüfen zu können. Dieſe ſtete Beziehung auf die Regierungsmaßregel tritt aber in der Schrift äußerſt ſtörend, oft widerlich auf jeder Seite faſt hervor, und wie der Verfaſſer ſich ſelber die Quelle unbefangener Beſprechung dadurch ge⸗ trübt hat, ſo verſchiebt er auch ſeinen Leſern ganz den eigent⸗ lichen Fragpunkt und verpflanzt ſein Raiſonnement auf einen der Sache fremden, wenn auch ihm ſelber ſehr geläufigen Bo⸗ den. Aber eben damit hat der Verfaſſer, ohne es zu wiſſen und zu wollen, ein neues und vollwichtiges Moment zum An griffe des ganzen Plans dargeboten, worauf wir unten kommen werden. Wenden wir uns jetzt von dieſer mehr formellen Seite der Linde'ſchen Schrift, die zugleich von dem muſterhaften diplo⸗ matiſchen Styl des Herrn Kanzlers Zeugniß gibt, zur Sache ſelbſt.

I. Allgemeine und prinzipielle Kritik des Studienplans.

Von der Frage über die Zweckmäßigkeit und Nothwendig⸗ keit des Studienplans ausgehend, kommen wir auf den von Hrn. v. Linde verſuchten Beweis derſelben und knüpfen daran den Beweis des Gegentheils, indem wir darthun, daß derſelbe nach ſeiner Entſtehung, nach ſeiner Tendenz und aus praktiſch⸗ pädagogiſcher Rückſicht unfrei und unzeitgemäß, in ſeiner Aus⸗ führung unzweckmäßig iſt.

Ueber die Zweckmäßigkeit und Nützlichkeit des Studienplans, als einer durch die Forderungen der Zeit gebotenen Maßregel der Regierung verbreitet ſich Hr. v. Linde S. 1 16 ſeiner Schrift weitläufig. Wir haben ſofort auf die Forderungen der Zeit an deutſche Univerſitäten, über die Stellung der Univerſitäten zur Wiſſenſchaft und dieſer hinwie derum zum Staate und zum Leben näher einzugehen.

Herr v. Linde ſpricht von der höhern Intelligenz der Regierung in der betreffenden Angelegenheit. Worin kann dieſe allein, der Natur der Sache und der Vernunft gemäß, allein beſtehen? ſo fragen wir. Der Verfaſſer gibt den Studien⸗ plan für eine wohlerwogene Maßregel der Regierung aus; wir