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Beim Vergleich dieſer Beſtimmungen mit den früheren von 1853 ergeben ſich in der Hauptſache folgende Aenderungen:
1) Wegfall der ſeitherigen erſten Staatsprüfung in Darmſtadt, welche ſich mit der Hochſchul-Vorprüfung(Philoſophicum) ſo ziemlich deckte und Erweiterung der letzteren um niedere Geodäſie(Feldmeß⸗ kunde).
2) Wegfall der Zoologie als beſonderen Prüfungsgegenſtandes gegen entſprechende Erweiterung der Prüfung im Forſtſchutz durch Einbeziehung der Forſtinſectenkunde.
3) Erweiterung der Fachprüfung auf der Hochſchule und der Staatsprüfung im Forſtfach(um Forſtgeſchichte, Forſtvermeſſung incl. Waldtheilung und Forſtpolitik) und in der Landbauwiſſenſchaft.
4) Erweiterung der Fachprüfung auf der Hochſchule um Geognoſie, Finanzwiſſenſchaft und Rechtswiſſenſchaft(Hauptſätze des Staats⸗ und Privatrechts).
5) Doppelte Zählung der Note im Forſtfach.
Zum Zwecke der Ausführung dieſer Verordnung erſchien unter dem 17. Januar 1881, nach umfänglichen Vorberathungen und Verhandlungen eine neue Ordnung der Hochſchulprüfungen im Finanz⸗ und Forſtfach, welche ſich im folgenden Theil ab⸗ gedruckt findet. Gleichzeitig wurde die Prüfungscommiſſion, den wieder⸗ holten Anträgen des Herausgebers gemäß, um den zweiten Profeſſor der Forſtwiſſenſchaft¹), den o. Profeſſor der Mineralogie und den o. Profeſſor des deutſchen Privatrechts erweitert.
In Bezug auf die für den Großh. Forſtdienſt erforderliche körper⸗ liche Qualification gilt noch heute die Verordnung des Finanz⸗ miniſteriums vom 14. Juni 1854 ²). Im Uebrigen wäre noch
¹) Seit der Errichtung des Lehrſtuhls der Forſtwiſſenſchaft an der Landes⸗ univerſität hatte bei den Facultätsprüfungen der ordentliche Profeſſor der Forſt wiſſenſchaft die Examina der Forſtcandidaten ebenſo ausſchließlich zu beſorgen, wie die ordentlichen Profeſſoren in den übrigen Fächern. Als einzige Ausnahme hier⸗ von iſt die durch Reſcript vom 14. Juni 1843 verfügte Ernennung Zimmer’'s zum Mitglied der cameraliſtiſchen Prüfungs⸗Commiſſion, ſpeciell für die Prüfung im Forſtfach, zu verzeichnen.
²) Großh. Heſſ. Regierungsblatt Nr. 22 vom 26. Juni 1854, S. 233.


