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zugleich practiſche Anweiſungen und Uebungen verbunden, welche, unter die chirurgiſche Krankheitslehre gemiſcht, dort ebenfalls ſtörend ſein würden. Die Operationslehre zerfällt übrigens in die Lehre von den blutigen Operationen, welche im engeren Sinne Operations⸗ chirurgie genannt wird, und in die Lehre von den unblutigen Hülfeleiſtungen, welche meiſtens unter dem Namen der Ver⸗ band⸗ oder Bandagenlehre vorkommt. Der preactiſche Unterricht in den blutigen Operationen geſchieht an Leichen, in den unblutigen am lebenden Phantome. Auſſerdem ſcheiden ſich dieſe Vorträge auch durch das Semeſter von denen über chirurgiſche Krankheiten, indem ſie nur wohl im Sommer gehalten werden können. Es ſind nämlich die Lei⸗ chen im Sommer zur Dispoſition des Lehrers der Chirurgie, im Winter zu der des Lehrers der Anatomie geſtellt, und die lebenden Phantome ertragen das theilweiſe Entkleidetſein leichter in der war⸗ men Jahreszeit. Die Lehre von den chirurgiſchen Krank⸗ heiten wird mit verſchiedenen Namen bezeichnet z. B. mit: medicini⸗ ſcher Chirurgie, theoretiſcher Chirurgie, Pathologie und Therapie der chirurgiſchen Krankheitsformen u. ſ. w. Bei dem betreffenden Vortrage wird die allgemeine Betrachtung der ein⸗ zelnen Hauptform ſtets der des ſpeciellen Vorkommens derſelben an den einzelnen Leibestheilen vorangeſchickt. Dieß kann aber ſo geſche⸗ hen, daß zuerſt alle allgemeinen Formen nacheinander abgehandelt werden und darauf das örtliche Vorkommen derſelben als beſon⸗ derer Theil nachfolgt, oder man beginnt mit einer einzelnen Hauptform, z. B. Hernien, und handelt, ſogleich nach der Betrachtung des Allgemeinen, auch das örtlich Specielle ab. Wird die erſtere Art gewählt, ſo zerfällt der ganze Vortrag einfach in zwei Theile: den allgemeinen und ſpeciellen Theil. Dieſes Ver⸗ fahren iſt als das Vorzüglichere erachtet und ſeit längeren Jahren hier eingeführt worden. Hiernach iſt im Studienplan die ſ. g. theore⸗ tiſche Chirurgie(im Gegenſatze der practiſchen oder operativen) in allgemeine Chirurgie und ſpecielle Chirurgie getheilt und für jene das vierte, für dieſe das ſechſte Semeſter im Studienplan anempfohlen.
Der Studienplan enthält nur das ganz Gewöhnliche, längſt Ein⸗ geführte und völlig Erprobte. Die Beſorgniſſe, daß der Docent mit dieſer Einrichtung, Abtheilung u. ſ. w. nicht zufrieden ſein möge, ſo wie die Empfehlung, daß die Staatsregierung ſich hier einmiſchen und


