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Erwiederungen auf die Bemerkungen des Herrn Geh. Raths Dr. A.A.E. Schleiermacher über den Studienplan für die Großh. Hess. Landes-Universität zu Gießen / von einigen Professoren derselben
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vollkommene, den Anforderungen der Zeit entſprechende wiſſen⸗ ſchaftliche Bildung zu geben. Es hat aber gerade das Studium des Sanskrit in den letzten Jahrzehnden auf die Erklärung des grammatiſchen Baues der griechiſchen und lateiniſchen Sprache einen ſo bedeutenden Einfluß ausgeübt, daß ein jeder, der auf eine gründliche Kenntniß der ſogenannten altclaſſiſchen Sprachen Anſpruch machen will, gleichſam genöthigt wird, auch Sanskrit zu ſtudiren. Die Aehnlichkeit zwiſchen dem Sanskrit und dem Griechiſchen und Lateiniſchen liegt, wie Fr. Schlegel ſagt, nicht blos in einer großen Anzahl von Wurzeln, die ſie mit ihnen ge mein hat, ſondern ſie erſtreckt ſich bis auf die innerſte Struktur und Grammatik. Nicht allein dieſe Aehnlichkeit haben ſowohl Orientaliſten, als altclaſſiſche Philologen, worunter namentlich mehrere Gymnaſiallehrer ſich befinden, in vielen ſprachvergleichen den Schriften nachgewieſen, ſondern ſie haben auch verſucht, den grammatiſchen Bau der griechiſchen und lateiniſchen Sprache durch gründliche ſprachvergleichende Unterſuchungen immer mehr aufzuhellen und das Studium deſſelben gleichſam ganz zu reor⸗ ganiſiren*). Kann wohl unter ſolchen Verhältniſſen das ſprach⸗

*) Dahin gehören: Fr. Schlegel über die Sprache und Weisheit der Indier; Bopp über das Conjugationsſyſtem der Sanskritſprache; Desſelben vergleichende Grammatik des Sanskrit, Zend, Griechi⸗ ſchen, Lateiniſchen, Litthauiſchen, Gothiſchen und Deutſchen; Jo⸗ hannſen die Lehre der lateiniſchen Wortbildung nach Analogie der vollkommneren Bildungsgeſetze des Sanskrit; Pott etymologiſche Forſchungen auf dem Gebiete der indo⸗germaniſchen Sprachen; * Schmidtii commentatio de pronomine graeco et latino;*Hartung über die Bildung der Caſus, ihre Bildung und Bedeutung in der griechiſchen und lateiniſchen Sprache;*Wüllner die Bedeutung der ſprachlichen Caſus und Modi;*Ag. Benarxy die römiſche Laut⸗ lehre ſprachvergleichend dargeſtellt;*Reimnitz dasSpſtem der grie⸗ chiſchen Declination;* Landvoigt Perſonenformen und Tempus⸗ formen der griechiſchen und lateiniſchen Sprache; Kuhn de conju- gatione in Mi, linguae sanscritae ratione habita;* Kühner aus⸗ führliche Grammatik der griechiſchen Sprache u. a. Die hier mit

einem*bezeichneten Schriften ſind von Gymnaſiallehrern verfaßt.

vergleichen llaſſiſchen vielmehr der Philol Zöglinge worin na Schlege griechiſche laſſiſche hier nich Sprachfe über, w denn we lich der gſſett, vigſtens nicht m lehrer! Schülen verfehle mannig nesweg ſenſcha⸗ iige C brauch lologie ſenſcha eine g ein t eine, der d deten und; richti ſeiner