Ueber die Bemerkungen in Bezug auf orientaliſehe Sprachen.
I.
Semitiſche Sprachen und Literatur.
Uer der Einführung des neuen Studienplanes für die Groß herzoglich Heſſiſche Landesuniverſität zu Gießen wurden von allen Candidaten des Gymnaſtallehramtes auch Kenntniſſe in der hebräi ſchen Sprache gefordert und die mündliche Prüfung dehnte ſich auch über dieſen Zweig des Wiſſens aus. Der Zweck dieſer Vor ſchrift, die ebenfalls in andern Staaten, wie Preußen, Sachſen, Hannover u. ſ. w., beſteht, konnte nur der ſeyn, den künftigen Gymnaſiallehrer zum hebräiſchen Unterricht in den oberen Klaſſen der Gymnaſien zu befähigen, damit die Abiturienten ſchon gleich im erſten Semeſter Exegeſe des Alten Teſtaments hören können; denn als Sprache ſteht das Hebräiſche mit dem Griechiſchen und Lateiniſchen in keiner Verwandtſchaft, gehört vielmehr zu einem ganz anderen Sprachſtamme, dem ſemitiſchen nämlich, der von dem indogermaniſchen, welchem die ſogenannten claſſiſchen und ger maniſchen Sprachen angehören, ſeinem Baue und ſeiner Ent wickelung nach ganz verſchieden iſt. Die Erfahrung hat aber gelehrt, daß die meiſten Philologen ſich nur dürftige Kenntniſſe in derſelben verſchafften, um der Forderung des Erxamens Genüge
leiſten zu können, theils aus wahrer Abneigung gegen die hebräiſche Sprache ſelbſt, theils aber auch, weil ſie glauben mochten, man
wiſſe lei
richten
eigentlic indem d entwede Sprach diefenige hebräiſe ten, ei matik f des Alt ſelben
texeſſe
Studiel merk z wirken. hin nun Unterri Syradh mündle um ſo ſich wi läßt ſi hebraiiſ neuen ren, ſo wollen
Curſus naͤmlich und S Wrrwa ſowohl
eine gr dium d
ſchen D
82


