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mitzuwirken. Wollte man alſo nicht auch Möhler, um hier vieler Anderer zu geſchweigen, als einen Schismatiker betrachten, ſo ließ ſich das Promotionsrecht der Gießener Facultät nicht anfechten. Dieſe hat auch ihr Promotionsrecht ſtets unbeirrt vor⸗ genommen, ohne daß je von Seiten des Pabſtes Einſpruch dagegen erhoben worden wäre. Der Erzbiſchof Geißel von Köln hat den von ihm hochgeſchätzten Mekel der Facultät zur Promotion empfohlen. Auch Riffel u. A. haben ſich ſtets eine Ehre aus dieſer ihnen von der Facultät ertheilten Würde gemacht.(Vgl. Anlage 3).
Die Eröffnung der Facultät.
An dem feſtgeſetzten Tage, dem 27. November 1830, wurde von der geſammten Univerſität die feierliche Eröffnung der Facultät vorgenommen und darüber nach der Anordnung Gr. Miniſteriums ein Protokoll abgefaßt, deſſen Wortlaut folgender iſt:
Geſchehen Gießen 27. November 1830.
Betreff: Die auf Gr. Landes⸗Univerſität Gießen errichtete katholiſch⸗theologiſche Facultät, insbeſondere die Verpflichtung der Profeſſoren Locherer, Müller und Staudenmaier.
Gegenwärtig: Se. Magnificenz, der Herr Rector Pro⸗ feſſor Dr. Adrian— Se. Magnificenz, der Herr Kanzler Freiherr Dr. v. Arens— Herr Superintendent Prof. Dr. Pal⸗ mer— Herr Kirchenrath Prof. Dr. Dieffenbach— Herr Prof. Crößmann— Herr Geheimerrath Prof. Dr. v. Löhr — Herr Geheimer Juſtizrath Prof. Dr. Stickel— Herr Prof. Dr. v. Lindeloff— Herr Prof. Dr. Nebel— Herr Prof. Dr. Wilbrand— Herr Prof. Dr. Pfannkuchen— Herr Prof. Dr. Schmidt— Herr Prof. Dr. Hillebrand— Herr Prof. Dr. Umpfenbach— Herr Prof. Dr. Oſann— Herr Prof. Dr. Wernekink— Herr Prof. Dr. Schmitthenner. — Entſchuldigt durch Unwohlſein: Herr Geheimerrath Prof. Dr. Schmidt— entſchuldigt durch dringende Geſchäfte: Herr Prof. Dr. Vogt.


