— 22— ber zu expriwiren nicht ſulfiiente Redens⸗Arten fin⸗ den/ ſondern haben ſolches mit dem einigen Wort/ daß ſie ihn den Zunahmen des Weiſen beygeleget/ exprimt⸗ ren wollen. 1 Von dem Ruhm ⸗wuͤrdigen Ertz⸗Hertzoge von Oeſterreicha brroncenltleletman mit Berwunderung daß er vielfaͤltig/ mit ſeiner Gemahlin llabella, in dle Auditoria gegangen/ und der Profeſſorum Lectiones mit groſſer ernüigung angehoͤret haet. Was iſt aber noͤhtig auswartiger Potentaten und Regenten Erempel ziun Beweißthum/ deroben angefuͤhrten unlinſtoßlichen Regul/ daß Furſten ſol⸗ len Furſtliche Gedanckenfuber hohe und andere Schu⸗ len/ und üͤber gelehrte Leute haben/ ſich zu bedienen/ da in dem uhralten Fuͤrſtl. Hauſe Heſſen deren eine oſſe Anzahl/ von allen Zeiten her/ zu finden ſind. Wie dann der hochberuͤhinte Parlamnents⸗Præſidene Thuanus, ſchreibet/ quod Haſſicis familiis gencile ſit, li- teris inſtructum eſſe Und in Warheit/ zu geſchweigen/ derer vor anderthalb hundert Jahren ſchon darinnen vorhanden geweſenen Exempel/ ſo bezeugendie Hiſto⸗ rien/ daß der mit Nahmen und Thaten großmühti⸗ e Fuaͤrſt/ Herr Landgraff Philipp/ die benach⸗ barte loͤbliche Univerii aͤt Marburg Anno 1527. mit groſſen Koſgen gefeiftet reichlich doeinet/ und deren ſorgfaͤltige Be
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bachtung in ſeinem Teſtament ſeiner Fuͤrſtl. Poſternaͤt gar hoch und nachdruͤcklich anbe⸗ fohlen/auch es ſeiner Furſti Hoheit nicht vor vertleiner⸗ lich gehalten/ mit ſeiner Gemahlin Anno var in dem Auaitocio daſelbſt/ bey einer Oration zu erſcheinen/
und


