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hierunter der lobwuͤrdigſte Sueceſſor Kaͤyſer Maximilian der zweyte nichts nach; dann derſelbe dermaſſen vor hohe und andere Schulen u gelehrte Leute portirt gewe⸗ ſen/ daß Ihro Majeſtaͤt in der mit denenſelben gepflo⸗ genen Converſation ein abſonderliches Vergnuͤgen ge⸗ ſucht/ ja ſo gar Anno 1405. die weltliche Chur⸗ und Fuͤrſten des Reichs ſehr beweglich auff einem Reichs⸗ Convent erinnert/ daß ein jeder in ſeinem Lande eine Academiam auffr ichten ſolte/ damit doch die freyen. Kuͤnſte/ deren man/ ſagte dieſer unrergleichliche Kaͤy⸗ ſer/ ſo gar nicht entbehren koͤnne/ erhalten wuͤrden. Aind was hat nicht in dieſem Stuͤck der Ruhm⸗ würdigſte R. Kaͤyſer Rudolph der zweyte Pthan und darinnen ſeinen Preiß⸗wuͤrdigſten Herrn Vatern und Vorfuhren im Regiment faſt ubertroffen? Dann den⸗ ſelben die allhieſige Vniverſitaͤt die allergnaͤdigſte Confirmation der Privilegien zu unſterblichen allerun⸗ terthaͤnigſten Dancke zuzuſchreiben hat) und dieſelbe an dieſen Academ. Denck⸗ und Danck⸗ Feſte billig deſſen Gedaͤchtniß in der Aſchen heehret. Dieſer groß⸗maͤch⸗ tigſte Monarch war nicht nur ſelbſten ein ſo grundge⸗ lehrter Herr/ daß man ihn den Teutſchen Salomon zu nennen pflegen; ſondern liebte und unterhielte auch eine groſſe Anzahl gelehrter Leute/ ſo gar/ daß ihn ein gewiſſer Hiſtoricus, mit wenigen aber weitgreiffenden Worten/ nennet: Ildeam ſapientiæ ſpectatæ, ad imitatio- nem omnis poſteritatis decantatam. Wie ſehr der Arragonier Konig/ Alphonſus, die
Schulen und gelehrte Leute geliebet/ verſorget/ und mit dieſen converſiret/ koͤnnen die Hiſtorien⸗S khrei


