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erſtickt werden ſolte. Fuͤrſtliche Gedancken/ daruͤber zu halten/ ſind es eben ſo wenig/ wanngroſſe Herren mit Zuſammenſcharrung unzahlbaren Reichthums/ ſich oder doch ihre Poſterieaͤt/ uͤber andere erheben/ und durch die penetrante Macht der gehgrniſchten guͤlde⸗ nen Maͤnner dieſelbe zu dem Gipffel der zeitlichen Gluͤckſeligkeit und Hoheit fuͤhren wollen. Dann zu⸗ Pſcyeigan, daß dergleichen Geldgierigkeit nicht ohne Fluch und Unſeegen bleiben kan ſo iſt es auch ein ſchluͤpferigter Grund/ darauff nichtes dauerhafftes/ vielweniger aber das ſchwere Regiments⸗Gebaͤu mit Beſtand geſetzet werden kan. So ſind es auch keine Fuͤrſtl. Gedancken/ daruͤber zu halten/ wenn ſich groſe ſe Herren zu allerhand Wohlluͤſten verleiten und en ⸗ trainiren laſſen/ nicht anders/ als waͤren ſie darum vergoͤtterte Menſchen/ damit ſie nur ihrer Beguem⸗ lichkeit pflegen/ und ſich nach aller Wohlluſt ihres Hertzens in der Welt wohl dwertiren koöͤnnen. Denn ſolche Gedancken/ wenn ſte in die aͤuſſerliche Ausbruͤ⸗
che eingeleitet ſind/ werden von dem klugen Heyden
Leneca gar heßlich beſchrieben: Hunc tu, ſagt er/ non inter viros numeres, ſed inter homines, quorum ſum- mum bonum ſaporibus ac coloribus ac ſonis conſtat. Excedat ex hoc animalium numero pulcherrimo, ac Diis ſecundo, mutis aggreetur animal, pabulo natum. Noch weniger ſind es Fuͤrſtl. Gedancken/ welche jener ſonſt beruͤhmte/ aber in vielen Principiss gewiſſenloſe Ita⸗
liaͤniſche Poliricus, einen Regenten beybringen will)
wenn er rathet/ daß derſelbe nur ſich bemuͤhen ſolle/ diejenige Laſter zu meypenſtveche ſeinem Sbuat dache 2. ei


