Von der Gerichtsbarkeit der Univerſttaͤten in realibus.
§. 1.
, Aie uͤͤberhaupt in Entſcheidung einer ſtreitigen Frage, ehe man
r die gemeine Rechte zu Rathe ziehen darf, vorzuͤglich darauf /p geſehen werden muß: ob nicht die Landes Geſetze, Statuten
Ne* und die beſondere Obſervanz ſelbige entſcheiden; Alſo iſt es 3 auch wohl keinem Zweifel unterworfen, daß in Entſcheidung der Frage: Ob einer Univerſitat die Gerichtsbarkeit in realibus zuſtehe? jene Regel ihre Anwendung finden muͤſſe. Daß demnach, wenn die akade⸗ miſchen Statuten einer Univerſitaͤt die Gerichsbarkeit in realibus zuſprechen, oder doch die Univerſitaͤt ſelbige in vorkommenden Faͤllen jederzeit ausgeu⸗ bet, und mithin die rechtliche Obſervanz vor ſich hat, hiebey ſtehen ge⸗
biebin 7und die Frage aus den gemeinen Rechten nicht entſchieden wer⸗ en muß.
A 2§. 2.


