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Kämpfe ten Kraft d, ohne zu thun, ſind wir
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1625
g ſl. 75. Trinkgeld Pflanzen me merk⸗
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Georg ausdrückt: Ex paterno affectu et singulari benevolentia gratiose donavit, 1634 (24. Mart.)
Gott ſei Dank, ſo arm ſind wir ſämmtlich noch lange nicht, daß wir nicht einmal einige Flaſchen Wein bezahlen könnten, ſei es zum Privatvergnügen, ſei es um unſeren Fürſten zu ehren. Aber durch jene Beanſtandung iſt die Stiftung, das Herkommen vernichtet, die hiſtoriſche Con⸗ tinuität aufgehoben und zerſchnitten, die ganze Weihe zerſtört, und das Geſchenk gütiger Fürſten nur noch eine Reliquie ohne Leben, zum Gaffen.
„Wenn eine ehrenhafte Corporation, ſagte bei jener Gelegenheit Domcapitular M aufang, von 40— 60 gebildeten Männern nicht einmal mehr ihre hergebrachten, hiſtoriſch merkwürdigen, an die Huld des Fürſtenhauſes erinnernden Feſtlichkeiten ſoll feiern dürfen, ohne dafür in ſolcher Weiſe, wie es geſchehen iſt, kritiſirt zu werden; ſo begreife ich ganz, wie dadurch das Gemüth des Herrn Kanzlers und der übrigen Herren unangenehm berührt worden iſt. Ich bin der Anſicht, man ſollte die Summe bewilligen“.
Ich aber bin nach vieljähriger Erfahrung der Anſicht, daß das gemeinſame Mahl und der gemeinſame Trunk aus denſelben Bechern, deren Rand ſeit langer, langer Zeit ſo mancher brave und edle Vorgänger berührt hat, mehr zur Förderung der Collegialität, und damit mehr zur Förderung der geſammten Univerſitätszwecke beigetragen haben, als alle Vereine, Geſell⸗ ſchaften und privaten Zuſammenkünfte nur irgend vermögen.
Doch genug von dieſer Angelegenheit, welche doch nur Diejenigen verſtehen können, die theils Aehnliches erlebt haben, theils Unbefangenheit, Bildung und warmes Gefühl in dem Maße beſitzen, wie es für ſolche Fragen ſelbſtverſtändlich vorausgeſetzt werden muß.
Und nun endlich der Student!
Werfen wir einen prüfenden Blick in das Leben unſerer jugendlichen Commilitonen, und ſehen wir zu, wie weit und mit welchem Erfolge ſie Dasjenige ausbeuten und benutzen, was der Staat mit ſo großen Opfern ihnen darbietet, was ihre Docenten mit unermüdlicher Aus⸗ dauer forſchen, fördern und lehren.— Auch hier iſt das Reſultat ein gemiſchtes, wie ſo oft im Leben. Es kann keinen Zweck haben, das tauſendfältige Gute ſelbſtlobend aufzuzählen, was hier durch Wort und Lehre in die empfänglichen Geiſter der Jugend gepflanzt und weithin verbreitet worden iſt; oder aufzuzählen, wie viele treffliche Männer, ſei es in beſcheidener Lebensſtellung treu in ihrem Berufe, ſei es auf erhabener Höhe der Wiſſenſchaft oder des Staatslebens, weit⸗ hin Licht und Segen verbreitend, einſt als Studirende hier auf unſeren Bänken geſeſſen haben. Weit nützlicher ſcheint es mir zu ſein, wenn wir die Schattenſeiten des Studentenlebens in's Auge faſſen, um wo möglich Hülfe zu finden zu paſſender Aenderung, oder mindeſtens ruhige und richtige Beurtheilung der Zuſtände.— Wenn man dieß jugendliche Treiben eine längere Reihe von Jahren hindurch mit anſieht, ſo miſcht ſich der anregenden Einwirkung, welche der Verkehr mit nie alternder Jugend mit ſich bringt, doch auch ein gewiſſes Gefühl der Wehmuth bei. Das Studentenleben gleicht einem blüthenreichen, ſchönen Garten. Hunderte treten ein in die viel verheißenden Gelände, dort ſammeln Einige emſig und vorſorglich die Früchte, welche bald zu voller Süße nachreifen werden, während Schaaren von Andern in heiterer Jugendluſt


