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urſprünglich das Erdgeſchoß der neuen Anatomie*) für dieſen Zweck beſtimmt geweſen; allein es hat ſich ſpäter herausgeſtellt, daß die Localitäten für dieſen Zweck nicht geeignet waren, ſo daß die genannte Anſtalt in neuerer Zeit aus ihrer früheren ſtallartigen Räumlichkeit in das alte Oekonomatsgebäude verlegt werden mußte, eine Localität, welche nicht einmal einen geeig⸗ neten Stall für eine Thierklinik von den allerbeſcheidenſten Anſprüchen enthält, zumal in Betracht, daß der geſammte Jahresfonds dieſes ganzen Inſtituts nur 300 fl. beträgt, und dieß gegenüber einer Zahl von Veterinärſtudirenden, welche jetzt 21 iſt**). In der That, wenn auf der einen Seite der entſchiedenſte Wille der jungen Leute ſich kundgibt, ihren Stand zu heben und durch innere Ausbildung in jeder Richtung ſich der Stufe der Menſchenärzte gleichzuſtellen, wie nur der Univerſitätsunterricht hierzu die Mittel gibt; wenn auf der anderen Seite die verwandten und einſchlagenden Nebenfächer auf's Beſte verſehen ſind und zur Mitbenutzung einladen; kann man da zögern, den letzten Schritt zu thun, um dieſe Anſtalt, wozu ſo wenig Müttel nothwendig ſind, unter geſchickter Benutzung des bereits factiſch Gegebenen auf eine Stufe zu bringen, welche den Anſprüchen der Gegenwart entſpricht, die von der Quackſalberei der Hufſchmiede weiter entfernt iſt, als Viele zu wiſſen ſcheinen.
Damit in naher Beziehung ſteht die endliche Herſtellung einer geeigneten landwirth⸗ ſchaftlichen Lehranſtalt als integrirenden Theiles der Univerſität. Schon im Jahre 1771 (23. April) iſt an hieſiger Univerſität durch Landgraf Ludwig IX, eine landwirthſchaftliche Fa⸗ cultät geſtiftet worden.„Aber— um mit dem Vorſitzenden des oberheſſ. landw. Vereines(cf. Ztſchr. f. d. landw. Vereine vom 10. April 1866) zu reden,— obgleich unſer Land ein vor⸗ wiegend Ackerbau treibender Staat iſt, ſo iſt doch in neuerer Zeit für landwirthſchaftliche Bil⸗ dung ſo gut wie nichts geſchehen; während die Gewerbe in dieſer Richtung vielfach begünſtigt erſcheinen.“ Wenn man rechtzeitig erwogen hätte, welche Vortheile es unſerer Univerſität gebracht hat, daß ſie die einzige war, welche eine Forſtlehra nſtalt einſchloß(während anderwärts die Forſtwirthſchaft nur auf ſ g. Inſtituten gelehrt wird, deren wiſſenſchaftlicher Rang und Bil— dungswerth natürlich eine niedere Stellung einnimmt); ſo hätte man gewiß ſchon längſt, ehe andere Hochſchulen, wie Jena, Bonn, Halle***), Berlin u. a., uns zuvorkamen, mit aller Energie dafür geſorgt, daß auch wir nicht hinter den Forderungen der Gegenwart zurückblieben; ja, was mehr iſt, wir würden gezeigt haben, daß wir die Zeichen der Zeit verſtehen, daß wir ſchon der Zukunft vor⸗ arbeiten und ihr rechtzeitig entgegenkommen. Denn Alles, was von der Forſtwirthſchaft gilt, das gilt auch von der Landwirthſchaft. Und wenn man, wie jetzt mehr und mehr dieſe Einſicht zum Durchbruch kommt, davon überzeugt iſt, daß es auch für die Praxis in dieſen Branchen von
*) Bezogen im Jahre 1849.
**) Die Mittelzahl vom Sommer 1828 bis Sommer 1866 beträgt 8.
*en) In Halle befanden ſich im Winterhalbjahre 186566 96 Studirende der Landwirthſchaft,(Amtl. Verz. Nr. 88), nachdem dieſe Lehranſtalt erſt wenige Semeſter vorher eröffnet worden war. Man ſieht daraus, wie groß das Bedürfniß eines univerſitätiſchen Unterrichts auch in jenen Kreiſen geworden iſt. Sehr weſentlich hat auch die glüͤckliche Wahl des betr. Docenten dort mitgewirkt.


