ihren Folgen für Aristoteles. Denn wenn Diogenes Laertius ¹) recht berichtet, brachte der Tod des Kallisthenes eine Steigerung des Einflusses des Anaximenes und Xenokrates auf Kosten des Aristoteles mit sich.
Rein persönlicher Natur sind weiterhin die Beweggründe, die den Peripatetiker Theophrastos zu seinem harten Urteil über Alexander bestimmten. Er war mit Kallisthenes aufs engste befreundet und betrauerte das Ende seines unglücklichen Freundes aufs tiefste. Seinem Schmerz verlieh er dadurch Ausdruck, daß er seinem Kollegen einen warmen Nachruf in Gestalt einer Schrift re πιννο widmete und darin, wie es scheint, die Maßnahmen Alexanders gegen Kallisthenes als einen rohen Gewaltakt hinstellte. Von prinzipiellen Gegensätzen keine Spur. Weder Aristoteles noch Theophrastos also sind vorbildlich geworden für die Beurteilung Alexanders durch seine peripatetischen Zeitgenossen und die Peripatetiker der Folgezeit.
Mit der kynischen und stoischen Schule steht es nicht anders. Das einzige erhaltene Urteil aus dem Kreise der vorchristlichen Kyniker, das Urteil des Onesikritos über Alexander, ist durchweg panegyrisch. Dies widerspricht aber dem von Hoffmann konstruierten Tyrannentypus Alexanders. Und des- halb verfällt er auf den bedenklichen Ausweg, die panegyrische Alexandergeschichte des Onesikritos„weniger dem Kyniker Onesikritos zuzuschreiben als dem Begleiter und Freunde des Königs“. Dazu kommt, daß das Herrscherprinzip Alexanders der kynischen Staatsauffassung vielfach näher stand, als Hoffmann glaubt, ja es sogar bestimmend beein- flußt hat. Einen Philosophenkönig im Sinne ihres Idealstaates konnten sie allerdings nicht in ihm erblicken. Legten sie aber den Maßstab ihrer kosmopolitischen Weltanschauung an, so konnte auch ein strenger Kyniker für den großen Makedonen, den Apostel des Kosmopolitismus, Worte des Lobes finden und in dieser Hinsicht mit UÜbersehung einiger Schwächen für einen
¹) vgl. Diog. Laert. V, 10: Aéyezae s ˙Aοιοστοεενι Od νν Kaldεονένοωυα 90G Adεεaννοοωσάο( ονσταασοαπνι νπςοοσαά m Sαei aQdueενον ο 1 mτoοντον υνm
dœlα, vdeειμαε̈ν υ‿ν ανεμνσα, πιαμυιαάα ε aœu Sevowdree dνο.


