Druckschrift 
Alexander der Große im Urteil der Griechen und Römer bis in die konstantinische Zeit / eingereicht von Franz Weber
Entstehung
Seite
42
Einzelbild herunterladen

r Ealdda onος..) Um die Größe dieser entschwundenen Zeiten möglichst markant zu zeichnen, stimmt Polybios ein hohes Loblied an auf die heroenhaften und markigen Gestalten der Umgebung Alexanders, die späteren Diadochen. ²) Timagenes. Ein Vertreter der Alexander freundlichen Richtung in der griechischen Welt um 50 v. Chr. scheint Tima- genes aus Alexandria gewesen zu sein. In seinem Werke eol 5 εω ³) hat er, anscheinend unter Benutzung der Alexander- geschichte des Kleitarchos,4) auch Alexander behandelt. Frag- mente aus diesem Werk, die über seine Stellungnahme zu Alexander Aufschluß geben könnten, sind nicht erhalten. Wenn er aber die Erfolge der Römer dem Walten der Tyche zu- schreibt) und ihnen vorhält, sie müßten ihre Herrschaft mit

den Parthern teilen,⁰) so dürfen wir wohl daraus schließen, daß

er jenem Kreise griechischer Alexanderfreunde angehörte.*)

Römer. Plautus. Der Komödiendichter Plautus hat die glänzen- den Taten Alexanders rühmend betont. 5)

¹) Polyb- hist. V, 10, 5 ff. ²) hist. VIII, 12, 7. ³) Bezüglich des Titels vgl. C. Wachsmuth, Timagenes und Trogus, Rh. M. N. F. XLVI(1891) S. 465 ff.

) Vgl. F H. G. III, 321 frg. 1: auctor est Clitarchus et Timagenes'. 5) Vel. Justin. XXX, 4, 16. 6) Vgl. Justin. XLI, 1, 1.) G. Schwab, De Livio

et Timagene historiarum scriptoribus aemulis, Stuttgart 1834, und neuerdings J. Kaerst, Forschungen zur Geschichte Alexanders des Großen S. 98 ff., haben das Urteil des Timagenes über Alexander aus Livius(IX, 17 19) zu rekonstruieren gesucht. Die Polemik des Livius richtet sich gegen die levissimi Graeculi, also eine ganze Gruppe von Griechen. Ob Livius haupt- sächlich den Timagenes, gewissermaßen als Führer der Bewegung, treffen wollte, wage ich bei dem geringen Beweismaterial nicht zu entscheiden. 8) Mostell. v. 755 ff. Der Zusammenhang ist kurz folgender. Der Sklave Tranio hat mit Simon über den Kauf eines Landhauses verhandelt und be- gibt sich nun zu seinem Herrn Theopropides. Auf dem Wege dahin brummt er in eigenem Selbstlob für sich hin, was er doch für herrliche Taten aus- geführt habe, die in nichts denen des Agathokles oder Alexander nach- stünden. Dieser Vergleich ist schwerlich plautinisches Gut. Für Plautus lag es näher, zwei bedeutende römische Heerführer zum Vergleich heran- zuziehen. Plautus hat seine griechische Vorlage, vermutlich das Phasma des Philemon(bei Festus p. 162 u. 305 wird die Mostellaria auch unter dem