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bemühte sich, durch seinen Partherzug Alexanders Rivale zu werden,¹) Crassus fand im Osten mit seinem Alexandertum ein tragisches Ende,²) ein gewisser C. Curio(wohl derselbe, der im Jahre 50/49 Caesar wichtige Dienste leistete) schwärmte für Alexander,²) Antonius, unfähig, ihm an Taten es gleichzutun, kopierte ihn in Kußerlichkeiten,“) und schließlich kein Geringerer als Caesar war ein eifriger Bewunderer des Makedonen und empfand es schmeralich, sein Vorbild nicht erreichen zu können.ö)
Griechen.
Eratosthenes. Fratosthenes, ein Anhänger der stoischen Lehre, lobt Alexander im Gegensatz zu Aristoteles, der seinem Schüler riet, die Hellenen yeαμονιμημας, die Barbaren*εοαπποτ „Ec zu behandeln, weil er diesen Rat nicht befolgt habe; denn man dürfe die Menschen nicht nach ihrer Zugehörigkeit zu dieser oder jener Nation beurteilen, sondern nach ihrer„dgerij' oder .³αα⁸) Alexanders Forderung göttlicher Ehren leugnet er rundweg ab und sucht sie auf rationalistische Weise zu er- klären dyra 6o elc 10 eiον dydεοοεεα εν Mausd6νοων 08 Jdον νꝙ‿εενοov eie 10 dnOνυκον neuν*νννυννμς.) Den Vorwurf, der häufig gegen den Makedonenkönig erhoben wurde, er sei gegen Ende seiner Regierung ein Perser geworden, ent- quidem aemulus erat'. Deshalb konnte auch sein Anwalt in dem Prozeß wegen der Beute von Asculum im Jahre 86 v. Chr., der Konsular Marcius Philippus, die Bemerkung tun, es sei ganz in der Ordnung, wenn er als Philippus Alexander liebe. Vgl. H. Meyer, orat. Rom. frg. Turici 1842: M. Phil. frg. 3.(Die für das Alexandertum des Pompeius in Betracht kom- menden Stellen sind zusammengestellt in: H. Peter, Die geschichtliche Literatur über die römische Kaiserzeit Bd. 1[Leipzig 1897] S. 309 f.; vgl. außerdem noch Plin. n. h. XXXV, 11, 132.) 1) vgl. G. Ferrero, Größe und Niedergang Roms(übersetzt von M. Pannwitz), Stuttgart 1908, I S. 217 f.: außerdem Appian, Mithr. 83. ²) Cic. Brut. 81, 282. ³) Cic. Brut. 81, 282. 1) Plut. Anton. 9; 24. Damit vgl. Droysen, Alexander(1880) S. 353. 5) Strab. XIII, 1, 27(508, 46); Plut., Caes. 11; Sueton., Caes. T, 7, 1; Cass. XXXVII, 52, 1; außerdem vgl. Drumann-Groebe, Ge- schichte Roms Bd. 3, Leipzig 1906, S. 135, und H. Peter a. a O. I, 309. *) geogr. frg. 56(ed. Bernhardy, frg. Erat., Berlin 1822).) de chronogr. frg. 2: 15.


