19—
(Ober Choirilos vgl. Porphyr. ad art. poet. v. 357; Horat. ep. II, 1, 233 ff.; Pseud. Acro, schol. in Hor. ep. II, 1, 233. Uber Agis vgl. Arrian. IV, 9, 9; Curt. VIII, 5, 9; Plut. de disc. adul. ab am. 18.)
Dem Hofe fernstehende Schriftsteller.
Isokrates. In dem literarischen Nachlaß des Isokrates findet sich auch ein Brief ¹) an Alexander aus dem Jahr 341/40. In diesem Briefe, sofern er echt ist,²) erscheint Alexander, da- mals 16 Jahre alt, mit dem Prädikat*&⁴eννιωσπ ρι⁴αννινναοο, oddoονσο, obα dαρρνσ d»voëον ενντπσααςν. Um diese schmeich- lerischen Attribute noch zu verallgemeinern, kleidet sie der Verfasser in die Form duνονο s σε π⁴νντσονν e„ντυον.
Demosthenes. Ein neues wichtiges Moment zur Be- urteilung Alexanders gewinnen wir aus dem ersten Briefe des Demosthenes, seine Echtheit vorausgesetzt.) Der Brief ist aus der Verbannung bald nach Alexanders Tod geschrieben und an die Athener gerichtet. Neben dem kühnen Recken Alexander, der τενιιιν, τωνπ̈ν̈, ro⁴αμν OdE!t naueyos' sich die Welt er- obert, taucht da zum erstenmal in der Literatur der edroThs 4165 ˙0908˙¹⁴) auf.
¹) ISokr. ep. V p. 416. Bla B 2, Att. Bereds. II, 78 u. 327 f., Wilamowitz, Aristot. und Athen II, 398 ff., und Benno v. Hagen, Isokrates und Alexander, Philol. LXVII, 1 S. 113 ff., N. F. XXI, 1, sind für die Echtheit des Briefes eingetreten. Merkwürdig bleibt immerhin, daß Alexander nach diesem Brief die Rhetorik bevorzugt, der gegenüber er sich nach den anderen Quellen ablehnend verhielt. Gekünstelt scheint die Er- klärung von Wilamowitz, als ob Isokrates„das, was er wünschte, mit harm- losem Gesicht so dargestellt habe, als hätte er es gehört, und den Prinzen für das belobt habe, was er gern an ihm gelobt hätte“. Dieser„isokrateischen Finesse“ widerspricht der Anfang des Briefes, in dem der Verfasser das Schreiben an Alexander damit motiviert: er wolle den Beweis liefern, daß er sich noch einen Rest zie νναυ.⁴εος, ¹ 8Gxε»sτεοοο ν bewahrt habe. ³) Blaß a. a. O. III, 1, 451 ff. hält diesen Brief für eine unvollendete Arbeit des Demosthenes. ¹) Dem. ep 1 p. 1466: Noy deyror ννν εᷣενεν eν SAr‿. za„d et is dmellipey eurugi AAeayον τφ evνu αdνονν, Sxευνο 1oννάισ⁴ςνσσ, drr ποατ οωνꝙ να πν̈ννν‿ αα‿ oμιν, odt νμυνμεᷣνο 1ντννα. »S olννν τᷣννεατοο εᷣuαννον ετκν ν ννπm εκον εν εσατασ 050 d8 dA deĩ„evsoda. Die Notizen seiner Zeitgenossen über seine Stellungnahme zu
2*


