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Allgemeines: Aus Stadt und Kreis Gießen 31
außtgeame deutet an, daß die Erze aus Basalt
en sind. In der Tertiärzeit war bei uns wittern ghlr. Klima. Unter seinem Einfluß ver⸗ Ien Gesteine bedeutend schneller als bei unserem n Klima. So wurde der harte, dichte Basalt w' rn am Grunde von Tälern zu einer hellen, Bergler schneidbaren Masse zersetzt, die von den „Tuff“penleider midemungerechtfertigten Namen chemis ezeichnet wird. Eisen ging bei dieser starken aberinden Einwirkung ebenfalls in Lösung, wurde So ent ertrockenen Jahreszeitwieder ausgeschieden. Partie standen langgezogene, bis 60 Meter tiefe Lag en von Basaltzersatz, die das Erz in dünnen manch enthalten. Reste frischen Basaltes sind ist 215 noch darin zu sehen. Ein solcher Erzzug aber Zeit am besten durch den ausgedehnten, Wahrenlen Tagebau bei Atzenhain aufgeschlossen. Enanhäuft man früher nur besonders mächtige vollem dfungen, die sog. Stückerze, in mühe⸗ lich das iefbau zu gewinnen suchte, ist jetzt wesent⸗ asch in großen Tagebauen gewonnene sog. handstarks, das Ziel der Tätigkeit. Die finger⸗ bis von Wuend Erzlagen werden zusammen mit dem dann mar durchzogenen Basaltzersatz abgebaut und befreit einer Wäsche von dem tauben Nebengestein apparat Man hat jetzt besondere Aufbereitungs⸗ von 47 6 gebaut, mit denen man einen Eisengehalt bereitun erzielen kann. Man erhält durch die Auf⸗ eine ein sauberes, geschätztes Erz, aber freilich Sorgenkfr Menge Schlamm, der ein besonderes Schlam ind der hessischen Bergleute darstellt. Dieser samm 5 muß in besonderen Schlammteichen ge⸗ fügung sehen falls nicht alte Tagebaue zur Ver⸗ lassen da den. Keinesfalls kann man ihn in die Bäche Eüdren diese in kürzester Zeit verstopft würden. allmähli—05 langsam austrocknet und sich nur sehr unangen 0 mit Vegetation bedeckt, stellt er einen liche Ei hmen Gesellen dar, der dazu noch die häß⸗ das un 0 chaft besitzt, manchmal auszubrechen und 110 alb gelegene Gelände zu verwüsten. reitungsanl. noch weiter daran, daß der Aufbe⸗ in trockenen E. im wasserarmen Vogelsberg oft af Sommern der wichtigste Betriebsstoff, Schwieri 10 ausgeht, so ersieht man, welchen gegenübersteher der Vogelsberger Bergmann in wirtschaften und welche zähe Arbeit dazu gehört, Die wichtiafteracher Zeiten durchzuhalten. eisenstein igsten Vorkommen der Basalt⸗ einem eiwa 159n im westlichen Vogelsberg in ungen bis 5 Kilometer breiten Streifen von ebe befinde iedergemünden. Die meisten Be⸗ „bei Wei sich östlich und nördlich von Grün⸗ Flensun en eickartshain, Mücke, Nieder⸗Ohmen, Kreises Gießen zenhain. Wichtige Anlagen des hain, Hun Hen liegen bei Stockhausen, Weickarts⸗
Früher wurd
selbst e das oberhessische Erz im Lande
in bolzkohlenbeschickten Hochöfen verhüttet.
Leicht verständliche Gründe setzten dem ein Ende und die Betriebe verließen die Provinz, dem Steinkohlen⸗ koks entgegenrückend. Am Gießener Güterbahnhof steht die alte Gießhalle der früheren Margaretenhütte, bis vor kurzem noch das berg⸗ und hüttenmännische Wahrzeichen„Schlegel und Eisen“ tragend.
Bauxit. Mit dem Basalteisenstein in der Ent⸗ stehung verwandt ist das Aluminiumerz Bauxit. Durch ähnliche tropische Verwitterungsvorgänge der Tertiärzeit wurde der Basalt so vollständig zer⸗ setzt, daß in ihm fast nur Tonerde(Aluminium⸗ hydroxyd) und etwas Eisen übrig blieb. So wird er zu einem Aluminiumerz. Bei der gewaltig steigenden wirtschaftlichen Bedeutung des Aluminiums und dem Mangel an anderen größeren Bauxitlagerstätten in Deutschland glaubte man hier einen besonders wichtigen Bodenschatz vor sich zu haben. Tatsächlich stellt der hessische Bauxit mit einem durchschnitt⸗ lichen Kieselsäuregehalt von 3,4% und einem durchschnittlichen Tonerdegehalt von 49,5% kein schlechtes Rohmaterial dar. Da er aber bei uns nur auf kleinen Lagerstätten in Knollen vorkommt, eingebettet in eine zäh anhaftende, meist rote Erde, haben die hoffnungsreichen Anfänge vorläufig nicht zu der erwarteten Blüte geführt. Nach anderen Verwendungsmöglichkeiten wird Umschau gehalten. Die Tagebaue und kleinen Tiefbaue sind an ihren roten Halden weit im Gelände zu erkennen. Die Ver⸗ breitung des Bauxites ist zum Teil ähnlich der des Eisensteins. Abgebaut wurde er z. B. bei Stangen⸗ rod, Grünberg, Göbelnrod, Harbach, Garbenteich, Ettingshausen, Lich, Langsdorf, Münzenberg.
Braunkohle. Eisen und Kohle sind die Grund⸗ pfeiler der modernen Wirtschaft. Erfreulich ist es daher, daß Oberhessen auch über eigene Kohle verfügt. Freilich handelt es sich nur um Braun⸗ kohle, die beiläufig in den anderen hessischen Landesteilen ebenfalls gewonnen wird. Stein⸗ kohlen sind in Hessen an keiner Stelle zu erwarten.
Braunkohlen sind in Oberhessen recht häufig; an vielen Stellen sind sie auch abgebaut worden: Groß⸗Karben, Nieder⸗ und Ober⸗Eschbach, Nieder⸗ Wöllstadt, Dorheim, Assenheim, Hungen, Wöl⸗ fersheim, Weckesheim, Dornassenheim, Friedberg, Eberstadt, Leihgestern, Watzenborn, Annerod, Beuern, Salzhausen, Hessenbrücker Hammer bei Laubach, Jägertal⸗Zell, Lauterbach, Büdingen. Eine Reihe dieser Vorkommen liegt im Kreise Gießen, aber nur auf der Grube Friedrich bei Hungen ist dauernder Abbau.
Der überwiegende Teil der Kohlen liegt unter oder zwischen den Basaltlavaströmen und ist bei geringer Mächtigkeit nicht weit verfolgbar. Der ursprünglich sehr unruhige Charakter der vulkani⸗ schen Landschaft ist vielfach Schuld daran. Manche haben nicht das dem Laien bekannte Aussehen von Braunkohle, sondern sind sog. Papierkohlen, Teich⸗


